Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Malaysia setzt bei CleanTech auf deutsche Technik

0 40

Malaysia will den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Im Bereich der Solarenergie fördert die Regierung den Bau von Solaranlagen seit Ende 2011 mit einem nach deutschem Vorbild eingeführten Tarifsystem. Bis 2020 soll eine Photovoltaik-Kapazität von 1.250 Megawatt ans Netz gehen. Auch ostdeutsche Unternehmen waren bereits in der Vergangenheit im Tigerstaat aktiv. So installierte im Januar  2013 eine deutsche
Gemeinschaftsinitiative eine Photovoltaikanlage auf das Dach einer malaysischen Schule. An der Initiative waren unter anderem die Firma Solarwatt, die SMA Solar Technology AG und die Solarsysteme Sachsen GmbH beteiligt.

Germany Trade and Invest

CleanTech & Solar News/ Berlin, Malaysia. Umweltthemen insgesamt werden in Malaysia immer wichtiger. Unter anderem aus diesem Grund sei die Germany Trade & Invest (GTAI) vom 8. bis zum 11. April mit einer Unternehmensdelegation aus den Neuen Bundesländern vor Ort. Gerade ostdeutsche Firmen verfügen nach Angaben von Peter Alltschekow, der die Delegationsreise leitet, über das nötige Know-how, um in Malaysia erfolgreich zu sein.

Mitteldeutschland als potenzieller Standort für malaysische Unternehmen

Zusätzlich finden während des Besuchs der Delegation eine Investorenkonferenz sowie ein Symposium statt. Auf dieser Investorenkonferenz sollen unter anderem Ansiedlungsmöglichkeiten für malaysische Unternehmen in Ostdeutschland vorgestellt werden. Ein Schwerpunkt des Symposiums liegt auf dem Thema Photovoltaik. Um konkret den Standort Mitteldeutschland zu „bewerben“, wird Prof. Ingo Schwirtlich von Solarvalley Mitteldeutschland eine Präsentation halten. Diese soll das gebündelte Know-how der im Spitzencluster angesiedelten ostdeutschen Photovoltaik-Unternehmen hervorheben.

Weitere CleanTech-Bereiche im Visier

Doch Photovoltaik ist nur ein Bereich, der für deutsche Unternehmen aus der CleanTech-Branche interessant sein könnte: Malaysias Wasserwirtschaft beispielsweise steht vor großen Herausforderungen. 30 Prozent des Wassers gehen bei der Aufbereitung und Verteilung im Schnitt verloren. Die Folge sind Engpässe in der Wasserversorgung im Klang Valley, dem Kernbevölkerungsgebiet Malaysias. 863 Millionen Euro sollen bis 2015 in die Wasserbewirtschaftung investiert werden. Das Ziel: Den Wasserverlust auf 15 Prozent reduzieren. Allein im Großraum Kuala Lumpur ist die Modernisierung von 300 Kilometern Abwassernetzen geplant.

Die Regierung Malaysias setzt in Zukunft zudem auf Biomasserecycling. „Unter anderem werden Unternehmen, die Palmölabfälle beispielsweise zu Span- oder Sperrholzplatten weiterverarbeiten, von der Einkommensteuer befreit“, so Peter Alltschekow. Ein weiterer finanzieller Vorteil: Maschinen und Ausrüstungen, die für den Bau und die Bewirtschaftung von Biogasanlagen nötig sind, sollen zoll- und verkaufssteuerfrei eingeführt werden können. Zudem sollen Erzeuger von Elektrizität aus Biomasse garantierte Abnahmepreise erhalten.

Es bleibt also abzuwarten, mit welchen Ergebnissen die ostdeutsche Delegation zurück nach Deutschland kommen wird.

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More