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Mehr Akzeptanz für Energiewende und Netzausbau: Rösler stellt Kino-Spot vor

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Die Bundesnetzagentur hat heute den von ihr bestätigten Netzentwicklungsplan Strom 2012 sowie den begleitenden Umweltbericht an den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, übergeben. Zentraler Baustein des Netzentwicklungsplans sind Leitungen, die mittels Höchstspannungsgleichstromübertragung (HGÜ), häufig als Stromautobahnen bezeichnet, künftig den im Norden erzeugten Windstrom in die Verbrauchszentren im Westen und Süden des Landes transportieren sollen. Bundeswirtschaftsminister Rösler spricht von einem „Meilenstein für die Energiewende“ und startet einen Kino-Spot für den Netzausbau.

Machnig, Rösler und Homann bei der Übergabe des Netzentwicklungsplans Strom (Foto: BMWi)

Energiewende News / Berlin. Die vier Übertragungs-Netzbetreiber haben insgesamt ein schlüssiges Konzept für eine stabile Stromversorgung im Jahr 2022 vorgelegt. Die Bundesnetzagentur hat allerdings nicht alle vorgeschlagenen Ausbaumaßnahmen bestätigt. So sind beispielsweise zum jetzigen Zeitpunkt nur drei von vier HGÜ-Korridoren bestätigt worden, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW nahmen die Festlegung trotzdem wohlwollend zur Kenntnis. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur bringe Planungssicherheit für die bestätigten Leitungen. Die jetzt als unverzichtbar erkennbaren Maßnahmen sollen nun als Grundlage für eine erfolgreiche Energiewende bald angegangen werden.

In den Prozess der Erstellung des Netzentwicklungsplans waren auch die Bürger über das Internet einbezogen worden. Wirtschaftsminister Rösler erhofft sich dadurch eine steigende Akzeptanz für den Netzausbau, auch in den Regionen, in denen sich aufgrund der Nähe zu Wohnhäusern Widerstand dagegen regt. Daher hat der Minister nun einen Kinospot (siehe Video) vorgestellt, der ab dem 6. Dezember die Akzeptanz für den Netzausbau steigern soll. Darüber hinaus ist nach der großen Beteiligung die weitere Einbeziehung der Bürger geplant. Zur Akzeptanz beitragen soll auch die Website www.netzausbau.de.

Bundesbedarfsplanung soll noch im Dezember stehen

Im weiteren Verfahren ist vorgesehen, dass das federführende Bundeswirtschaftsministerium ein Bundesbedarfsplangesetz vorlegt, das noch im Dezember vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, damit zügig das parlamentarische Verfahren beginnen kann. Auf dieser Grundlage kann dann mit den konkreten Planungsverfahren begonnen werden, mit denen zunächst die geeigneten Korridore und anschließend die konkreten Trassen festgelegt werden.

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