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Energiespeicher: Mercedes stellt Entwicklung des eigenen Heimspeichers ein

Der deutsche Stromspeicher-Markt ist in Bewegung: Unternehmen werden übernommen, ziehen sich zurück, wenige kommen neu hinzu / Mercedes bietet künftig Batteriespeicher von anderen Herstellern

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Während sich der Stromspeicher-Hersteller sonnen geschickt in die aufstrebenden Märkte in Europa, den USA und Australien einklinkt, gibt ein anderer Heimspeicher-Anbieter auf. Daimler wird die Entwicklung des Energiespeichers von Mercedes nicht weiter verfolgen. Das berichten Greentech Media und manager-magazin. Das zeigt: Mindestens der deutsche Markt für Batteriespeicher braucht spezifisch hierfür entwickelte Produkte und Lösungen.

Ein Akkupack in einem Elektroauto wie dem Tesla oder dem E-Smart ist nicht identisch mit dem, was ein Speichersystem leisten muss, das für hohe Autarkiegrade sorgen soll. Das ist einer der Gründe, warum sich die starke Marke Mercedes mit seinem Energiespeicher vom Markt zurück zieht. Während Tesla inzwischen unterschiedliche Zellchemien für Autobatterien und Heimspeicher-Batterien einsetzt, wollte Mercedes vor allem ein „Second Life“ für ausgediente Elektroauto-Batterien schaffen.

Mittlerweile stellte sich heraus, dass die Anforderungen unterschiedlich sind – während das Akkupack im Auto unempfindlich gegen Kälte sein muss, gibt es damit in Haus oder Garage naturgemäß viel kleinere Probleme. Die Elektroauto-Batterien seien technisch überfrachtet, zitiert das manager-magazin nun eine Daimler-Sprecherin. Es sei nicht nötig, Elektroauto-Batterien in den Keller zu stellen.

 

Schon vor einigen Wochen kursierte im Markt, die Produktion der Heimspeicher mit den Elektroauto-Batterien werde aufgrund stärkerer Nachfrage für den E-Smart hinten angestellt. Die Lieferzeiten verlängerten sich entsprechend. Jetzt also der nächste Schritt und die strategische Entscheidung des Automobilbauers, aus dem Segment mit eigenen Produkten auszusteigen.

Mercedes vertreibt demnächst Stromspeicher anderer Hersteller

Ungeachtet dessen möchte Daimler aber weiter Energiespeicher seinen Kunden anbieten – von Drittanbietern. Welche ist bislang nicht bekannt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich um die Systeme von einem der marktführenden Unternehmen wie sonnen, E3/DC, LG oder Solarwatt handeln dürfte. Das zeigt, wie stark die Konzentrationstendenzen in dem kleinen, aber aufstrebenden deutschen Speichermarkt derzeit sind. Angesichts des Preisverfalls und auch des Kampfs um die besten Installateure keine wirkliche Überraschung.

Für die Endkunden bedeutet das Aus des Mercedes-Speichers, dass selbst eine große Marke nicht davor schützt, dass sich ein Anbieter aus dem Markt zurück zieht. Umso wichtiger wird die Beratung durch Installateure oder passende Online-Portale. Mercedes hatte vor einem Jahr mit der Auslieferung seines Speichersystems begonnen (Cleanthinking-Bericht). Mehr Hintergrund zum Thema Stromspeicher gibt es hier.

 

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