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MeRegio: Bosch-Geschirrspüler wird in Feldversuch über Smart Grid gesteuert

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Bosch Smart Grid IFA 2011Stromnetz News / Stuttgart, München. Intelligente Haushaltsgeräte werden auch auf der IFA 2011 einen Teil der Besucheraufmerksamkeit auf sich vereinen. Interessant dürfte dabei die Lösung sein, die die Robert Bosch GmbH in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EnBW präsentieren wird. Denn: Im Rahmen des E-Energy-Forschungsprojekts E-MeRegio testen der Energieversorger und der Technologiekonzern derzeit eine SmartGrid-Technologie: Im Rahmen des Feldversuchs wird getestet, wie ein kommunikativ mit dem Stromnetz verbundener Geschirrspüler funktionieren kann. Die Ergebnisse erfahren IFA-Besucher auf dem Bosch Stand in Halle 3.1.

Stromversorger und CleanTech-Unternehmen arbeiten seit geraumer Zeit an Lösungen für eine „smarte“, auslastungs- und preisbezogene Stromnutzung. Ein ökonomisch sinnvolles Smart Grid erfordert allerdings auch einheitliche Normen und Standards sowohl seitens der Hausgerätehersteller als auch auf Seite der Energieerzeugung und -verteilung.

„Hier liegt noch viel Konzept- und Entwicklungsarbeit vor uns“, erläutert Bosch Marketingleiter Michael Bohn. „Doch sobald wir eine flächendeckende Infrastruktur sehen, um die so genannten SmartGrid-fähigen Hausgeräte in größerem Umfang einzusetzen, sind wir da – beispielsweise mit Geräten wie unserem Geschirrspüler-Prototypen, dessen Praxiseinsatz wir derzeit testen.“

Grundbedingung ist ein funktionierendes intelligentes Stromnetz, das mit dynamischen Preissignalen arbeitet und eine Interaktion zwischen Endgerät und Energieversorgung zulässt. Dies ist beim SmartGrid-Forschungsprojekt MeRegio von EnBW der Fall: Die Test-Haushalte, ausgewählte EnBW-Kunden im Raum Göppingen, die unter anderem über dezentrale Erzeugungsanlagen verfügen, sind ausnahmslos an die MeRegio Infrastruktur mit dynamischem Preissignal angeschlossen. Seit August nutzen sie für knapp ein Jahr einen hochmodernen, intelligenten Geschirrspüler von Bosch. Dieser wurde in seiner Funktionsweise an die Vernetzung mit der MeRegio Steuerbox angepasst. Er verfügt über ein Kommunikationsmodul zur Einbindung in ein WLAN-Netzwerk und die Funktionstaste „Optimized Start“.

Die Steuerbox errechnet auf Basis verschiedener Daten wie Energie-Verfügbarkeits-Prognosen und Preissignalen den optimalen, kostengünstigsten Startzeitpunkt für den Geschirrspüler und übermittelt diesen an das Gerät. Der Programmstart liegt dann vor dem vom Nutzer eingegebenen spätesten Startzeitpunkt oder entspricht diesem genau. Schlussendlich kann der Endverbraucher entscheiden, ob er diese Funktion nutzen will oder nicht.

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Wenn die Konsumenten zu einer solchen Flexibilisierung bereit wären und grundsätzlich in vernetzbare Geräte investieren würden, könnten neben Geschirrspülern auch Waschmaschinen, Wäschetrockner und sogar Kühlgeräte SmartGrid-fähig gemacht werden. Dennoch sieht Bosch seine Hauptaufgabe weiterhin in der Entwicklung ressourcenschonender Hausgeräte.

Zur IFA hat das Bosch sein Angebot an besonders energieeffizienten Geräten noch einmal deutlich ausgebaut. Die intelligente, flexible Nutzung von zentral und dezentral erzeugter Energie im SmartGrid in Kombination mit dem flächendeckende Einsatz sparsamer Hausgeräte: Genau so könnte der intelligente „Energie-Haushalt“ der Zukunft aussehen.

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1 Kommentar
  1. […] MeRegio: Bosch-Geschirrspüler wird in Feldversuch über Smart Grid gesteuert – Cleanthinki… Intelligente Haushaltsgeräte werden auch auf der IFA 2011 einen Teil der Besucheraufmerksamkeit auf sich vereinen. Interessant dürfte dabei die Lösung sein, die die Robert Bosch GmbH in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EnBW präsentieren wird. Denn: Im Rahmen des E-Energy-Forschungsprojekts E-MeRegio testen der Energieversorger und der Technologiekonzern derzeit eine SmartGrid-Technologie: Im Rahmen des Feldversuchs wird getestet, wie ein kommunikativ mit dem Stromnetz verbundener Geschirrspüler funktionieren kann. Source: http://www.cleanthinking.de […]

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