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Meyer Burger erhält Förderung für umweltfreundliche Solarzellenproduktion

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1,4-Gigawatt-Solarzellenproduktion entsteht in Thalheim bei Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt).

Es ist zweifelsohne eine der spannenden Fragen der kommenden Jahre: Gibt es eine Renaissance der Photovoltaik-Produktion in Deutschland bzw. Europa? Neue Fertigungsmethoden wie die Heterojunction-Technologie (auch in Kombination mit Perowskit-Solarzellen) lassen es möglich erscheinen. Für den Versuch jedenfalls steht kein Cleantech-Unternehmen so klar wie Meyer Burger, der frühere Maschinenbauer aus der Schweiz. Jetzt hat Meyer Burger wieder einen wichtigen Schritt gemacht, und öffentliche Förderung in Höhe von 22,5 Millionen Euro erhalten.

Meyer Burger erhält das Geld vom Land Sachsen Anhalt sowie der Bundesrepublik Deutschland für den Aufbau einer umweltfreundlichen Solarzellenproduktion in Thalheim. Konkret handelt es sich also um eine Umweltschutzförderung in Höhe von 15 Millionen Euro für die Etablierung der Heterojunction-Solarzellenproduktion.

Ein weiterer Teil des Geldes ist ein Investitionszuschuss von 7,5 Millionen Euro im im Rahmen der öffentlichen Finanzhilfe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) für den Aufbau der Produktionsstätte in Thalheim.

Grundlage für die Bewilligung der Umweltschutzbeihilfe ist ein eigens erstelltes Gutachten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme. Das Gutachten bestätigt, dass die Heterojunction-Technologie (HJT) von Meyer Burger für die Solarzellenproduktion signifikante Umweltvorteile im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren aufweist.

Die Investitionen von Meyer Burger gelten als besonders innovativ und umweltfreundlich, was die Vergabe des maximalen Fördervolumens von 15 Millionen Euro ermöglichte. „Wir freuen uns, diese bedeutende Umweltförderung zu erhalten. Sie beweist, dass die Heterojunction-Technologie nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher ist als herkömmliche Solarzellentechnologien“, sagt CEO Gunter Erfurt.

Voraussetzung für die Auszahlung der Zuschüsse ist eine Finanzierungsbestätigung für die geplanten Investitionen in den Produktionsstandort, der eine Jahreskapazität von 1,4 Gigawatt (GW) ermöglicht. Meyer Burger ist zuversichtlich, diese Voraussetzung zu erfüllen.

Im letzten Jahr hatte Meyer Burger einen Turnaround verkündet: Vom Maschinenbauer, also vom PV-Zulieferer insbesondere asiatischer Hersteller, will Meyer Burger mit der neue entwickelten Heterojunction-Technologie auch als Photovoltaikzellen- und modulproduzent durchstarten. Dazu hat das Cleantech-Unternehmen Produktionsstätten in Thalheim und Freiberg übernommen.

Rückhalt hat das börsennotierte Unternehmen von seinen Aktionären – der Kurs ist zwar niedrig (ca. 40 Cent aktuell), allerdings haben die Anteilseigner den Kursschwenk des neuen CEO Gunter Erfurt stets gebilligt und begrüßt. Dieser geht den neu eingeschlagenen Kurs sehr konsequent – und weckt damit die Hoffnungen, dass Solarzellenproduktion in Deutschland durchaus wieder attraktiv werden könnte – vorausgesetzt der Innovationsgrad sowie der Automatisierungsgrad sind hoch. Beides trifft auf die neue Technologie von Meyer Burger zu.

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