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Microvast beendet Produktions-Testlauf für Li-Ion-Batteriesysteme

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Der Start der Serienproduktion von Batteriesystemen in Brandenburg soll in Q1 2021 starten.

Der in Brandenburg angesiedelte Hersteller von Batteriezellen, Modulen und Packs auf Lithium-Ionen-Basis, Microvast, hat die Testläufe für seine Produktionslinie erfolgreich abgeschlossen. Diese fanden nicht im neuen Werk in Brandenburg statt, sondern beim Partner ThyssenKrupp System Engineering in Chemnitz. Nach dem mehrwöchigen Testlauf steht dem Start der Serienfertigung im ersten Quartal 2021 nichts mehr im Wege.

Die Produktionslinie mit dem Titel MC 100 wird nach dem erfolgreichen Testlauf in Chemnitz künftig am Standort von Microvast in Ludwigsfelde für die Produktion von Batteriepacks eingesetzt. Dort entsteht derzeit das Produktionsgebäude – darin soll es auch Möglichkeiten für Forschung und Entwicklung geben, teilte Microvast mit.

Die Kapazität von Microvast wird nicht gerade klein sein: Von Beginn an wolle man Batteriemodule mit einer Volumenleistung von 1,5 Gigawattstunden jährlich herstellen. Um das bereits 2021 bereits zu schaffen, ist natürlich ein guter Probelauf unerlässlich.

Im Endausbau sollen auf dem 36.000 Quadratmeter großen Grundstück mit fünf Produktionslinien Lithium-Ionen-Batteriemodule mit einer Volumenleistung von bis zu sechs Gigawattstunden von 250 Mitarbeitern produziert werden.

Microvast ist ein amerikanisches Cleantech-Unternehmen aus dem Bundesstaat Texas, das schon seit 2006 existiert. Seine größte Produktionsanlage betreiben die Texaner nicht im künftigen Biden-Land, sondern in China. Konkret stellt Microvast Lithium-Ionen-Batteriemodule in Huzhou her.

Ende 2018 waren nach Angaben des Cleantech-Unternehmens 24.000 Fahrzeuge im kommerziellen Betrieb mit Batteriepacks von Microvast. Ohne Unfälle legten sie bis zu diesem Zeitpunkt 2,3 Milliarden Kilometer zurück. Die Batterien werden hauptsächlich in chinesischen Bussen eingesetzt. Die Technologie soll das besonders schnelle Nachladen bei gleichzeitig vergleichsweise hoher Energiedichte bieten.

Mehr zu den Plänen von Microvast in Brandenburg lesen Sie auch hier. Der Standort Ostdeutschland ist aufgrund seiner herausragenden Versorgung mit Erneuerbaren Energien attraktiv für Unternehmen wie CATL, Microvast oder Tesla. Zuletzt begann auch die Wiederbelebung der Solarenergie in Bitterfeld und Freiberg mit dem Schweizer Cleantech-Unternehmen Meyer Burger.

In den kommenden Jahren dürfte eine größere Anzahl weiterer Industrie-Neuansiedlungen folgen. Diese Ansiedlungen sind angesichts des Strukturwandels mit dem Verlust der Kohlewirtschaft dringend erforderlich.

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