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Erneuerbare Energien: Branche investiert 5,5 Milliarden Euro

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5,5 Milliarden Euro Investitionsvolumen – so viel wollen die in Deutschland im Bereich Erneuerbare Energien vertretenen CleanTech-Unternehmen im laufenden Jahr investieren. Ziel: der Aufbruch in ein neues Energiezeitalter und der Versuch, die berühmte Energiewende zu schaffen. Das ist das Ergebnis einer Unternehmensbefragung unter entsprechenden Unternehmen, die von der Bundesverband Erneuerbare Energien heute vorstellte. Die Befragung wurde vom Forschungsinstitut EuPD Research, dem Wuppertal Institut und dem Deutschen CleanTech Institut im Auftrag des BEE, der Agentur für Erneuerbare Energien und der Hannover Messe durchgeführt.

„Das Kernergebnis lautet, dass wir im laufenden Jahr vier Milliarden Euro in Produktionskapazitäten investieren sowie 1,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbarer Energien (BEE), Björn Klusmann.

BEE Bundesverband Erneuerbare EnergienBis 2014 sollen sich demnach die geplanten Investitionen der Cleantech-Unternehmen noch weiter erhöhen: Bis dahin steigen die Investmens auf 6,2 Milliarden Euro jährlich. Wo Investitionen sind, sind meist auch Arbeitsplätze: Derzeit arbeiten 370.000 Menschen im Bereich Erneuerbare Energien daran, den Anteil des Stroms, der aus Wasserenergie, Windenergie, Solarenergie oder Biomasse gewonnen wird, von 17 Prozent auf ein noch höheres Niveau zu treiben.

80 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen

Beinahe 80 Prozent der befragten Unternehmen rechnen angesichts der sich abzeichnenden Wende in der Atompolitik von 2011 bis 2014 mit weiter steigenden Umsätzen. Rund zwei Drittel der Investitionen werden in Deutschland getätigt.

Die Branche liefere nicht nur Technik und Know-how für einen schnellen Atomausstieg und die Energiewende, sagte Klusmann. Sie stärke den Standort Deutschland mit Milliardeninvestitionen und sichere eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb um grüne Technologien. Sowohl der hohe Ölpreis als auch die mögliche Zäsur in der Atompolitik hätten eine sehr hohe Bedeutung für die Branche.
„Kurze Episode der Laufzeitenverlängerung“
Der BEE-Geschäftsführer betonte angesichts der Atomwende von Union und FDP: „Wir haben unsere Ausbauszenarien nicht anpassen müssen.“ Denn in der „kurzen Episode der Laufzeitverlängerung“ seien die Prognosen nicht nach unten korrigiert worden. „Wir können die Kernkraft bis spätestens 2020 ersetzen.“

Es gehe nicht darum, „Milliarden-Strohfeuer“ abzubrennen, sondern jetzt gezielt die Weichen für eine wachsende Versorgung durch Ökoenergien zu legen. Die Branche strebt bis 2020 einen Ökostrom-Anteil von 47 Prozent an.

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