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Millionen-Entlastung für Stromkunden dank bedarfsgerechter Erzeugung

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Zwischen Weihnachten und Neujahr hat sich die gezielte Drosselung der erneuerbaren Energieerzeugung im virtuellen Kraftwerks von Statkraft bezahlt gemacht: Wie das Unternehmen mitteilte konnte die EEG-Umlage durch die Reduzierung der Erzeugung in der Direktvermarktung in 18 Stunden um 300 Megawatt um 11 Mio. Euro entlastet werden. Der Grund: Zwischen den Feiertagen 2012 sank der Börsen-Strompreis auf bis zu minus 220 Euro je Megawattstunde.

Millionen-Entlastung für Stromkunden dank bedarfsgerechter ErzeugungCleanTech, Energie News / Düsseldorf. Statkraft hat seit einigen Monaten mehrere Windparks zu einem virtuellen Kraftwerk vernetzt mit dem Ziel, die Kosten der Energiewende massiv zu senken. Jetzt hat sich das von Weihnachten bis Jahresende 2012 im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt gemacht: Zusammen mit den Vertragspartnern aus dem virtuellen Kraftwerk wurde die Erzeugungskapazität zu einem Zeitpunkt, wo der Börsen-Strompreis exorbitant niedrig war, eingeschränkt. Damit konnte ein weiteres Absinken des Strompreises an der Börse verhindert werden.

Das Konto der EEG-Umlage konnte damit nach Berechnungen von Statkraft um 11 Millionen Euro entlastet werden. Die erhöhte Systemstabilität und eine weitere Kostenersparnis ist durch die zusätzliche Abregelung von bis zu weiteren 300 MW am Intraday-Markt erzielt worden. Die Höhe der Ersparnisse für die Intraday-Regelung lässt sich aber derzeit noch nicht ermitteln: „Eingriffe am Intraday Markt dienen dem akuten Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Netz im Rahmen der Bereitstellung von Regelenergie. Die genauen finanziellen Effekte lassen sich – wenn überhaupt – erst Monate später berechnen“, erklärt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf.

Erneuerbare Energien zeigen Systemverantwortung

Die erfolgreiche Abregelung zeigt nach Ansicht des norwegischen Unternehmens, dass erneuerbare Energien bereits heute einen wesentlichen Beitrag zur Netzstabilität und Systemverantwortung leisten können, falls sie über das Modell der Marktprämie entsprechend effizient vermarktet werden. Statkraft ist Deutschlands größter Direktvermarkter erneuerbarer Energie nach dem Marktprämienmodell.

Negative Strompreise treten auf, wenn hohe Energieeinspeisungen auf eine schwache
Nachfrage am Strommarkt treffen. Zusätzlich zu den üblichen Einspeisevergütungen nach EEG trägt die Allgemeinheit in diesem Fall auch die Kosten für die Vernichtung des überschüssigen Stroms.

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% S Kommentare
  1. Paul Freier sagt

    Das ist doch höchst unseriös. Wie kommen Sie hier auf eine Zahl von 11 Mio.?
    Der Marktwert Wind war im Dec 22€/MWh…
    Wenn man 18Std. 300MW reduziert, hat man 5400MWh. Die EEG Umlage wird in der Direktvermarktung mit der Marktprämie belastet. Wenn man von 90€/MWh EEG Vergütung ausgeht, war die Marktprämie im Dec. ~70€/MWh. 5400MWh*70€/MWh = 378.000€.

    1. SJessen sagt

      Ich habe ein drittes Rechenergebnis:

      ohne Direktvermarktung:
      Die Übertragungsnetzbetreiber vermarkten den EEG Strom am Spotmarkt und „erlösen“ 18h*300MW*-220€/MWh=-1,2 Mio €
      Auf der anderen Seite erhalten die EEG-Erzeuger die Vergütung nach EEG
      18h*300MW*90€/MWh=-0,5 Mio €

      In Direktvermarktung mit Abschaltung:
      0

      Durch des Abschalten würde das EEG-Konto danach um 1,7 Mio € entlastet, die weniger umzulegen wären. Positiv ist auf jeden Fall, dass nichtbenötigter Strom auch nicht produziert und vergütet wird. Um auf 11 Mio € zu kommen, muss die Abschaltung aber einen größeren Zeitraum umfasst haben oder sich auf mehr Leistung beziehen – das kann durchaus sein – im Dezember gab es 30h mit neg. Preis und 50h unter 5€/MWh.

      Bleiben wir bei der qualitativen Aussage, dass das in dem ganzen EEG-Wahnsinn ein Lichtblick ist 😉

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