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Mit der Brennstoffzelle auf die Pole Position

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134 Teams aus Universitäten in 34 Ländern traten 2012 bei der Formula Student Competition in Silverstone mit selbst konstruierten Rennwagen gegeneinander an. Einer der innovativsten Renner am Start war der Forze V des Teams der Technischen Universität Delft in Holland: Der froschgrüne Flitzer wurde als einziges Fahrzeug im Rennen von einer Brennstoffzelle angetrieben. Fast die komplette Technik rund um den Brennstoffzellenstack lieferte der Fluidtechnikspezialist Bürkert und präsentiert den Rennwagen auf der diesjährigen Hannover Messe.

Rennauto mit Brennstoffzelle Forze VCleantech, Mobilität News / Hannover. Angetrieben wird der Forze V durch einen Elektromotor, der nicht von einer Batterie, sondern von einer Brennstoffzelle elektrisch versorgt wird. Johann Gunnesch, Ingenieur im Systemhaus Ingelfingen bei Bürkert Fluid Control Systems, entwickelte auf Basis des Flowplans für das Brennstoffzellensystem und der technischen Rahmenbedingungen eine Gesamtlösung für die Wasserstoffzufuhr des Forze V, die möglichst kompakt und leicht sein sollte, aber Standardkomponenten aus dem Bürkert-Produktportfolio nutzt. Auf einem kompakten Aluminiumblock, bei dem möglichst viel Material ausgespart wurde, fanden ein Sicherheitsventil, ein Proportionalventil zur Druckregelung des Wasserstoffs, ein Massendurchflussmesser, ein Ablassventil sowie Temperatur- und Drucksensoren Platz.

Aus dem Tank kommend, passiert der Wasserstoff zunächst ein Absperrventil. Ein integriertes Überdrucksicherheitsventil muss im Fehlerfall den Wasserstoff gezielt ablassen. Die Dosierung des Wasserstoffs für die Brennstoffzelle übernimmt ein Proportionalventil vom Typ 2833, indem es den benötigten Druck in der Brennstoffzelle ausregelt. Ein Durchflussmesser des Typs 8701 misst die zugeführte Wasserstoffmenge und meldet sie an die Steuerungselektronik des Fahrzeugs. Druck und Temperatur werden ebenfalls kontinuierlich durch Sensoren überwacht, die ihre Messwerte an die Steuerung übermitteln, damit die Brennstoffzelle stets unter optimalen Bedingungen arbeitet. Weiterhin gibt es ein Ablassventil vom Typ 6011, mit dem der gesamte Kreislauf entlüftet werden kann, falls das Fahrzeug nicht gefahren wird.

600 Gramm flüssiger Wasserstoff

Der im wahrsten Sinne des Wortes „grüne“ Rennwagen sprintet von 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden bei einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und fährt mit 600 g flüssigem Wasserstoff rund eine Stunde Vollgas. Das sind in diesem Fall 28 l bei 350 bar. Alles, was er der Umwelt dabei hinterlässt, sind ungefähr fünf Liter Wasser.

Bürkert auf der Hannover Messe 2013: Halle 9, Stand G16, Halle 27, D56

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1 Kommentar
  1. Jaoqun sagt

    Eine schöne Studie, wobei man auch ehrlich sagen muss, dass bei diesem Fahrzeug an einer Menge Sicherheit, zugunsten des Gewichts, gespart wurde. Aber in dieser Fahrzeugklasse scheint dies ja wohl so üblich zu sein.

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