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Netatmo Bot: Smart Home mit Textnachrichten steuern

Sprachausgabe kann das Smart Home System von Netatmo bereits / Mit dem Netatmo Bot mehr Diskretion

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Während auf der CES in Las Vegas Amazon, Google und andere sich bei der Etablierung ihrer Sprachassistenten überschlagen, bringt Netatmo mit dem Netatmo Bot eine ganz andere Lösung. Der Smart Home Anbieter setzt auf Textnachrichten bei der Kommunikation mit dem smarten Zuhause. Begründung: Mehr Privatsphäre und Diskretion. Macht das Sinn?

Der Netatmo Bot antwortet wirklich, direkt in FacebookSmart Home und CES News / 9.1.2018. Ich persönlich bin skeptisch, ob der Netatmo Bot – in Langform Netatmo Smart Home Bot genannt – wirklich ein Durchbruch für’s Smart Home sein kann. Nach Einschätzung des Netatmo-Managements ist die Kommunikation mit dem smarten Zuhause über Textnachrichten von Vorteil – weil zum Beispiel in der S-Bahn dann etwas mehr Diskretion gewahrt bleibt.

Mit dem Assistenten von Netatmo kann der Benutzer einfach eine Nachricht über den Facebook Messenger senden, um herauszufinden, wer zu Hause ist („Wer ist zu Hause?“), wie das Wetter ist („Wie ist das aktuelle Wetter?“) oder das Licht einschalten und die Temperatur ändern. Der Bot soll so smart sein, dass sehr natürliche Befehle durch Algorithmen interpretiert werden können. So wird die Kommunikation mit dem Smart Home einfacher.

Einen technologischen Durchbruch sehe ich darin allerdings weniger. Es ist eine nette Spielerei, den Netatmo-Geräten eben nicht nur Sprachbefehle – Netatmo unterstützt Siri, Amazon Alexa und Google Home – sondern auch über Texte Befehle geben zu können. Der Aufwand, jedes Mal eine Nachricht in eine App schreiben zu müssen, ist allerdings ungleich größer als ein kurzer Sprachbefehl. Und die Situationen, in denen Sprache nicht möglich ist, sind doch eher selten.

Persönliche Assistenten wie die Lautsprecher von Amazon und Google haben im letzten Jahr rasant an Bedeutung gewonnen. In den USA alleine wurden 40 Millionen solcher intelligenten Geräte verkauft. In einem Jahr und mit einem Marktwachstum von 90 Prozent. Dementsprechend hat sich die Zahl der aktiven Nutzer von persönlichen Assistenten zwischen 2015 und 2017 auf 710 Millionen Personen weltweit verdoppelt. Bis 2021 könnten es 1,8 Milliarden sein.

Netatmo Bot und künstliche Intelligenz

Dabei spielt Künstliche Intelligenz eine immer gewichtigere Rolle: „Künstliche Intelligenz markiert den Übergang vom vernetzten Zuhause zum Smart Home“, sagt Fred Potter von Netatmo. „Nutzer können endlich mit ihrem Zuhause interagieren, das ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten kennt. Dank künstlicher Intelligenz können wir den Nutzern nun neue, auf ihren Lebensstil zugeschnittene Szenarien bieten.“

Der Netatmo Smart Home Bot ist nach Angaben des Cleantech-Unternehmens kostenlos und in englisch bereits verfügbar. Startbar ist der Bot aus der Facebook Messenger App.

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