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Neue LED-Technologie für Gebäude- und Straßenbeleuchtung

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Die Einführung der LED-Technologie in der Gebäude- und Straßenbeleuchtung läuft bisher eher zögerlich an. Und das, obwohl LEDs große Vorteile bieten und sich schneller rentieren als man denkt (CleanThinking stellte einen Vergleich an: hier nachlesen). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert nicht zuletzt aus diesen Gründen schon seit mehreren Jahren die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung. Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Unter den zehn, von einer Fachjury ausgewählten besten Beiträge aus der gesamten Bundesrepublik befand sich das Projekt LEDSaxony des Landkreises Görlitz.

LEDSaxony LED-Beleuchtung CleanTech & LED News / Görlitz, Löbau, Zittau. Das BMBF fördert die Entwicklung der LED-Technik für die Allgemeinbeleuchtung seit mehreren Jahren durch Vergabe von Verbundprojekten an Industrie und Wissenschaft. Im Rahmen der LED-Leitmarktinitiative wurde ein Runder Tisch geschaffen, an dem regelmäßig Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam an Lösungen für die vielfältigen Problemstellungen bei der Markteinführung von LEDs arbeiten.

Als eine erste Maßnahme der Initiative wurde der Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ ausgerufen. Er zielt auf die Nutzung der neuen LED-Technologie in der kommunalen Praxis und auf die Schaffung von Demonstrationsvorhaben im öffentlichen Bereich. Hierdurch sollen die neuesten Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Leuchtdioden schnellstmöglich in die Allgemeinbeleuchtung überführt werden. Unter den  besten Beiträge befand sich das Projekt LEDSaxony des Landkreises Görlitz.

Das Projekt LEDSaxony

Im Rahmen des Projektes wurde ein auf eine Langzeitperspektive von mehr als 40 Jahre projektiertes LED-Konzept entwickelt. Dieses bezieht sich auf die Erneuerung der kommunalen Beleuchtung in Görlitz und Löbau. Das Ziel von LEDSaxony: Eine demonstrative und beispielgebende Einführung der lichtemittierenden Diode als Leuchtmittel in der Straßen-, Museums- und Objektbeleuchtung. Dabei standen folgende Aspekte der LED-Technik besonders im Fokus:

  • modulare, Einwegsysteme vermeidende Technik
  • hohe Zukunftsicherheit
  • überzeugendes Servicekonzept
  • hohe Produkt- und Designvielfalt
  • geringe UV-Strahlenbelastung
  • Leuchtengestaltung mit breiter Akzeptanz

Unter Federführung der TU Darmstadt war das durch das BMBF-geförderte Projekt LED-Saxony ein Verbundprojekt von fünf Partnern. Die Kommunen Görlitz und Löbau sorgten für die Ausführungsplanungen und die publikumswirksame Präsentation der LEDs. Die Firma Hess war verantwortlich für die Herstellung der Leuchten mit speziellen LED-Elektriken und optischen Systemen sowie die Produktion der Masten und Ausleger. Die Projektkoordination, Öffentlichkeitsarbeit und Berechnung für die Außenbeleuchtung lag in der Verantwortung von Light Design Solutions. Die Hochschule Zittau/Görlitz begleitete das Projekt wissenschaftlich und war unter anderem für Untersuchungen der Energiekosteneffizienz und Befragungen zur Akzeptanz verantwortlich.

Zusammenfassung ermittelter Ergebnisse

Die von der Hochschule ermittelten Ergebnisse lassen sich im Wesentlichen in drei Punkten zusammenfassen.

Die Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen erreichen in allen Fällen die laut DIN EN 13201 geforderten Werte. Weil in Görlitz die Altanlagen in einigen Fällen die geforderten Normwerte unterschritten, waren hier Anhebungen des Beleuchtungsniveaus der Neuanlagen auf eine normgerechte Stufe mit einer entsprechenden Minderung der Energiekostenersparnis notwendig.

Das zweite Ergebnis: Die Energiekosteneffizienz der Neuanlagen fällt überragend aus. In Löbau ergab sich eine Ersparnis von 62 Prozent, in Görlitz wegen der teilweisen Normwerteunterschreitungen der Altanlagen von 50 Prozent.

Schließlich erfreut sich die Neuanlagen guter Akzeptanz seitens der Bürger. Trotz partiell vorgebrachter Beanstandungen, insbesondere bezüglich Lichtfarbe und Blendung, war die Akzeptanz für die LED-Straßenbeleuchtung wegen der bekannten Spareffekte groß.

Hintergründe zur BMBF-Förderung

Dass die Einführung der neuen LED-Technologie in der Gebäude- und Straßenbeleuchtung trotz ihrer großen Vorteile  bisher eher zögerlich anläuft, geht sicherlich darauf zurück, dass der Austausch gängiger Beleuchtungssysteme durch die LED-Technologie hinsichtlich Finanzierung, Planung, Installation und Wartung ein grundsätzlich verändertes Herangehen verlangt. Viele Privatkunden und öffentliche Auftraggeber dürften in erster Linie von einem Wechsel abgehalten werden, weil LED-Anlagen im Vergleich höhere Kosten für die Erstinstallation verursachen und viele Anwender die prognostizierten Lebensdauern als zu optimistisch betrachten. Förderungen wie das hier angesprochene sollen diesem Trend entgegenwirken und das Gegenteil beweisen.

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1 Kommentar
  1. Meike sagt

    Ich find´s super, dass jetzt nach und nach immer mehr auf LED-Beleuchtung umgestellt werden soll, spart Energiekosten und schont die Umwelt!

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