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Neuer Effizienz-Weltrekord für organische Solarzellen

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Heliatek wurde 2006 gemeinsam von der TU Dresden und der Universität Ulm ausgegründet. Das Unternehmen ist Technologieführer in der Entwicklung und Fertigung organischer Solarzellen auf Basis kleiner Moleküle. Maßgeschneiderte Solarfolien werden bereits als Energieerzeugungskomponenten an die Baumaterialindustrie sowie an Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Leichtbau und Elektronik geliefert. In einem Test, durchgeführt vom akkreditierten Prüfinstitut SGS, konnte ein beeindruckender Wirkungsgrad für organische Solarzellen nachgewiesen werden: 12 Prozent. Damit hat die Heliatek ihren bisherigen Effizienzrekord von 10,7 Prozent (CleanThinking berichtete) selbst übertroffen. Um diesen Effizienzsprung zu erzielen, hat Heliatek das Knowhow des Forschungsteams mit der Kompetenz der führenden Universitäten diese Gebiets verknüpft.

Heliatek mit Effizienz-BestwertCleanTech & Energie News/ Dresden. Die Heliatek GmbH, führend im Bereich organische Solarzellen, gab heute mit einer Zelleffizienz von 12 Prozent einen neuen Weltrekord für ihre organischen Solarzellen bekannt. Dieser Rekord, gemessen durch das akkreditierte Prüfinstitut SGS, wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm und der TU Dresden aufgestellt. Wirkungsweise: organische Solarzellen
Die Rekord-Zelle beinhaltet zwei patentierte Absorbermaterialien, die Licht unterschiedlicher Wellenlängenbereichen in Strom umwandeln. Mit der Kombination der Absorber konnte eine höhere Absorption von Photonen und eine verbesserte energetische Ausnutzung über eine höhere Photospannung erzielt werden. Aufgrund des einzigartigen Leistungsverhaltens der OPV bei hohen Temperaturen und geringer Einstrahlung ist der Wirkungsgrad von 12 Prozent mit einer Zelleffizienz von 14  bis 15 Prozent der herkömmlichen kristallinen Siliziummodule und der Dünnschicht-Photovoltaik vergleichbar.

Die Heliatek GmbH interpretiert diesen bisher unerreichte Wirkungsgrad der OPV als Bestätigung für ihre Strategie nicht auf gedruckte Polymere zu setzen, sondern sich auf die Vakuumdeposition von oligomeren Absorbern zu konzentrieren.  Diese  macht ein Abscheiden von hauchdünnen und zugleich homogenen Schichten möglich. Durch ein Übereinanderstapeln der ultradünnen Schichten kann die Heliatek Tandemzellen oder sogar Dreifachsolarzellen produzieren. Diese absorbieren laut Unternehmensangaben ein besonders breites Lichtspektrum.

Stolz und Pläne

Das Unternehmen aus Dresden ist stolz auf die erzielten Ergebnisse und freut sich über die führende Positionierung am Markt. Der Fortschritt spornen das Cleantech-Unternehmen laut eigenen Angaben weiter an, ein gesetztes Unternehmensziel zu erreichen: Bis 2015 soll ein Wirkungsgrad der Zellen von 15 Prozent erreicht werden.

Die OPV-Technologie von Heliatek wird für organische Solarzellen auf die kommerzielle Fertigung übertragen. Im Frühjahr 2012 wurde die erste Fertigungslinie eingeweiht und Heliatek liefert ihre Solarfolien derzeit an Partner aus der Industrie. Erste Anwendungen mit integrierten Heliatek Solarfolien werden voraussichtlich Ende 2013 über diese Partner auf den Markt kommen.

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