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NOMI: So sympathisch kann künstliche Intelligenz im Auto sein

Elektroauto-Startup NIO aus China will mit künstlicher Intelligent neue Freude am Erlebnis Auto wecken

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NIO preist das sympathische KI-System NOMI, das im Video zu sehen ist, als erstes System für künstliche Intelligent im Elektroauto an. Unterstützt wird es von den Computern im Auto, aber auch von Lösungen aus der Cloud. NOMI interagiert mit den Menschen, die gerade im Auto sitzen. Dabei zeigt der kleine Gefährte durchaus Gefühle und Emotionen – wenn er etwa passend zur Musik mit den anderen Insassen von hin und her wippt.

Schon in naher Zukunft könnte NOMI auf den Straßen Chinas zum Einsatz kommen. Dabei setzt NIO auf eine Idee, die auch Byton oder Bosch und andere verfolgen: sie möchten Assistenzsysteme schaffen, die nicht nur piepsen, sondern viel aktiver und mit richtiger Sprachausgabe kommunizieren. Ist natürlich auch viel angenehmer, wenn man mal übermüdet fahren muss (was man natürlich nicht tun sollte!) und durch eine sanfte Stimme bei Bewusstsein gehalten wird, nicht aber durch ein lautes Piepsen aufgeschreckt wird.

Die Beispiele zeigen: Hier besteht ganz viel Raum für entsprechende Weiterentwicklungen und Komfort-Verbesserungen. Ich finde NOMI schon mal ganz sympathisch – was meinen Sie?

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% S Kommentare
  1. Andreas sagt

    Bin ich der einzige der das mehr erschreckend als praktisch findet?!
    Besonders die Kuss-Szene am Ende verdeutlicht, dass das System ununterbrochen aktiv ist und alles was im Auto passiert aufzeichnet (und wahrscheinlich an den Hersteller und in China an die Regierung weiterleitet)

    Nein danke – Sprachsteuerung die sich durch das Sagen des Namens erst aktiviert, ja ok – kann sicher praktisch sein. Eine KI, die alles und jeden im Auto ausspioniert, nein danke.

    1. Hallo Andreas, danke für Deinen Kommentar.

      Ich verstehe die Ängste durchaus. Allerdings, mal ehrlich: Was will eine Regierung mit solchen Daten? Wir treten in ein Zeitalter ein, in dem es so viele Daten geben wird, dass der Aufwand, diese zu durchforsten, um irgendwelche Rückschlüsse daraus zu ziehen, so groß wird, dass es nur in ganz, ganz entscheidenden Bereichen gemacht werden dürfte. Stichworte Kriminalität und insbesondere auch Wirtschaftskriminalität.

      Insofern denke ich persönliche, dass kleine Spielereien kein wirkliches Drama sind. Was Komfort und Spaß bringt, wird sich durchsetzen. Was nervt, eben nicht.

      Viele Grüße, Martin von Cleanthinking

      1. Susanne sagt

        In China wird gerade ein verpflichtendes digitales Bürger-Bewertungssystem, gepaart mit ununterbrochener Gesichtserkennung-basierter Bewegungsverfolgung eingeführt, das in Zukunft über das Leben der Menschen bestimmen wird. Es werden Punkte für „positives“ Verhalten vergeben und für „negatives“ Verhalten abgezogen. (Positiv ist beispielseise im Internet nach gesunder Babynahrung zu suchen, negativ ist Porno-Konsum oder rauchen in der Öffentlichkeit)
        Basierend auf den Punkten wird dann entschieden, wer einen Job, Kredit oder eine Wohnung bekommt.

        Die Befürchtungen von Andreas sind also vollkommen nachvollziehbar und begründet.

        1. Hallo Susanne,

          vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist mir auch nicht geheuer, was China macht.

          Man sollte aber schon ein bißchen differenzieren: Die nette KI-Spielerei ist freiwillig und kann jederzeit abgestellt werden. Auf Schritt und Tritt im öffentlichen Raum überwacht zu werden, hingegen staatlicher Zwang. Schon ein gewaltiger Unterschied. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass China recht rasch an die technischen Grenzen seiner Daten-Sammelwut stoßen wird.

          Viele Grüße, Martin

          1. Clara S sagt

            Hallo Martin,

            Du hast Recht, das System ist freiwillig und kann abgestellt werden…noch. Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass jeder Fortschritt, der irgendwie missbraucht werden kann, auch missbraucht werden wird. Eine gesunde Portion Skepsis, und auch Misstrauen, kann deshalb nicht schaden. Frei nach dem Motto: Wehret den Anfängen.

            Bei Interesse kann ich auch die Literaturklassiker 1984 und Schöne Neue Welt empfehlen, und etwas neuer: The Circle. Die Parallelen zur Realität sind schon beunruhigend. Da hat man manchmal das Gefühl, manche Menschen haben diese Bücher eher als Gebrauchsanleitung verstanden…

            1. Skepsis und gesunder Menschenverstand sind immer gut und sollten immer dabei sein, wenn man Entscheidungen trifft.

              Mich ärgert oft nur eine gewisse Heuchelei: Gegen Neues wird gewettert, aber Bestehendes, was auch nicht besser ist, wird als gegeben und gut akzeptiert. Das ist ein typisch deutsches Phänomen.

              Ergo: Wir sollten neben einer Skepsis, auch eine gesunde Offenheit für Zukunftstechnologien mitbringen. Wenn wir beides vereinen können, sind wir auf einer Wellenlänge.

              Viele Grüße von Martin

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