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Ökostrom: Kunden wandern von Vattenfall zu Naturstrom und Co.

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Während die großen Ökostromanbieter und Cleantech-Startups LichtBlick, Greenpeace Energy, Naturstrom und EWS Schönau fortlaufend Rekorde an neuen Kunden vorweisen, sieht die Situation bei den „großen Vier“ offensichtlich anders aus. Vattenfall, der schwedische Energiekonzern, beispielsweise verliert derzeit Zehntausende Kunden an Ökostromanbieter. Allein etwa 30.000 Kunden wollen zu den den Ökostrom-Spezialanbietern Lichtblick, Greenpeace Energy, Naturstrom, Hamburg Energie und Lekker Strom wechseln. Das ist Resultat einer  Umfrage von manager-magazin.de.

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Ökostrom News / 8.5.2011. Der Anteil vormaliger Vattenfall-Kunden an den Wechselwilligen ist der Umfrage zufolge sogar überproportional hoch. Lichtblick gibt die Zahl der von Vattenfall stammenden Neuinteressenten mit 5800 an – das sind 29 Prozent aller 20.000 Kunden, die sich nach der Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März für den Ökostromanbieter entschieden haben. Der schwedische Energieversorger versorgt bundesweit gut sechs Prozent aller privaten Stromkunden. Bei Greenpeace Energy kommen etwa 17 Prozent (1230) der Interessenten von Vattenfall – weit mehr als beispielsweise von den anderen großen Versorgern RWE, Eon und EnBW.

Bei Anbietern, die auf die Hochburgen Berlin und Hamburg fokussiert sind, ist der Anteil noch höher. Hamburg Energie gewinnt mehr als jeden zweiten seiner 7000 Neukunden von Vattenfall. Lekker Energie habe im März und April jeweils eine hohe vierstellige Zahl von Vattenfall-Kunden für einen Wechsel gewonnen, heißt es in Unternehmenskreisen. Bundesweit komme jeder fünfte Neukunde. Auch Naturstrom hat Tausende Neukunden in Hamburg und Berlin gewonnen.

Die Zahlen zeigen, dass das Vertrauen der Menschen in die Atomenergie nachhaltig beschädigt ist, und sie einsehen, dass sich durch Wechsel des Energieversorgers etwas ändern muss. Es ist eine der wenigen Maßnahmen, wo Endkunden quasi mit dem Füßen abstimmen und ihren Willen dokumentieren können. Allerdings sind die genannten Größenordnungen für die Cleantech-Startups natürlich wundervoll. Für Vattenfall und Co. ist es dagegen nur ein kleiner Kundenkreis, der verloren geht. Insofern muss die Zukunft zeigen, ob der Trend wirklich anhält.

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