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OffshoreGrid reduziert Kosten für Windenergie-Ausbau um 14 Milliarden Euro

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OffshoreGrid StudeSmart Grid News / Brüssel. Um die nationalen und europäischen Ausbauziele für erneuerbare Energien effizient zu erreichen, ist der Aufbau eines nordeuropäischen Offshore-Stromnetzes notwendig. Anstatt jeden Windpark auf See einzeln anzuschließen, sollten Offshore-Windparks bevorzugt über Sammelanbindungen mit dem Festland verfügen. So lassen sich beim Ausbau der Windenergie in Nord- und Ostsee rund 14 Milliarden Euro einsparen. Das ist eines der Ergebnisse einer Anfang Oktober in Brüssel vorgestellten Studie des EU-Projekts OffshoreGrid.

Die Studie wurde im Auftrag der Europäischen Union unter Leitung von 3E und mit Beteiligung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und des Europäischer Windenergieverbands (EWEA) erstellt. Die Analyse liefert Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung Empfehlungen für den Aufbau eines europäischen Offshore-Netzes.

Im Rahmen des europäischen Offshore-Grid-Projekts wurde auf Basis umfassender technisch-wirtschaftlicher Analysen die Ausgestaltung eines europäischen Offshore-Netzes untersucht. Dabei wurden sowohl politische und wirtschaftliche als auch technische und regulatorische Rahmenbedingungen berücksichtigt. Ein Schwerpunkt lag auf der Analyse von 321 Offshore-Windparks. Sie zeigt, dass 114 dieser Windparks in Sammelanbindungen angeschlossen werden können. So lassen sich die Kosten der Netzanbindung reduzieren und logistische Aufgaben vereinfachen. Zugleich kann die Zahl der Umwelteingriffe, die im Zuge der Verlegung von Seekabeln in geschützten Küstenregionen getätigt werden müssen, verringert werden.

Weitere volkswirtschaftliche Vorteile könnten über den Anschluss von Windparks an Verbindungskabel zwischen zwei Ländern, sogenannte Interkonnektoren, erzielt werden. Um das länderübergreifende Offshore-Netz zu realisieren, gilt es zunächst vor allem einen neuen und einheitlichen regulatorischen Rahmen zu schaffen.

Das europäische Projektkonsortium umfasste acht Institutionen und Unternehmen: 3E, Deutsche Energie-Agentur (dena), Europäischer Windenergieverband (EWEA), Nationale Technische Universität Athen (NTUA), Norwegisches Institut für Energieforschung (SINTEF), Polnisches Institut für Erneuerbare Energien (IEO), Senergy Econnect und das Zentrum für Windenergieforschung (ForWind).

Die dena wird von sieben nationalen Projektpartnern in der Umsetzung unterstützt: Amprion GmbH, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), ABB AG, Nexans Deutschland GmbH, Siemens AG, RWE Innogy GmbH, Vattenfall Europe Transmission GmbH.

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