Cleantech: Dresdner OLED-Forscher gewinnen Deutschen Zukunftspreis

Gewinner des Deutschen Zukunftspreises: Die OLED-Forscher um Prof. Karl Leo aus Dresden

Cleantech News / Berlin. Der heutige Abend dürfte der OLED-Forschung und -Kommerzialisierung in Deutschland deutlichen Auftrieb geben. Die Wissenschaftler und Unternehmer Prof. Dr. Karl Leo (TU Dresden, Fraunhofer Institut IPMS), Dr. Jan Blochwitz-Niemoth (CSO Novaled AG) und Dr. Martin Pfeiffer (CTO Heliatek GmbH) haben für Ihre Forschung im Bereich organischer Elektronik den Deutschen Zukunftspreis von Bundespräsident Christian Wulff erhalten. Der renommierte Preis – für das Finale sind lediglich drei Teams nominiert – ist dank der Unterstützung der Wirtschaft mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung ist heute Abend ab 22:15 in einer Aufzeichnung im ZDF zu sehen.

Dem Forscherteam um Prof. Leo, Dr. Blochwitz-Niemoth und Dr. Pfeiffer sei es gelungen, organische Halbleiter für den Einsatz in verschiedensten Produkten fit zu machen. Sie schufen die Basis für innovative Anwendungen von Displays (Dresden Microdisplay GmbH), Beleuchtung (Novaled AG) und Photovoltaik (Heliatek GmbH). Dabei spielte nicht nur die herausragende Forscherleistung des Teams eine Rolle, sondern vor allem die Qualität, die Technologien auch annähernd zur Marktreife zu bringen.

„Jugend forscht“ mit bei der Verleihung

Erstmals nahmen auch Preisträgerinnen und Preisträger des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ an der Verleihung teil. Die Jugendlichen forschen in den gleichen Themenfeldern wie die Nominierten des Zukunftspreises. Bundespräsident Christian Wulff: „Mit dem Deutschen Zukunftspreis sollen auch Mädchen und Jungen motiviert werden, sich für Technik- und Wissenschaftsberufe zu interessieren. Sie sind unsere Forscher und Erfinder von morgen, die wir brauchen, um uns den Herausforderungen einer Gesellschaft mit knapperen Ressourcen zu stellen.“

Hintergrund Deutscher Zukunftspreis: Der Deutsche Zukunftspreis wurde in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben. Er unterscheidet sich von anderen Wissenschaftspreisen dadurch, dass er neben der wissenschaftlichen Leistung die Marktfähigkeit von Innovationen und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen bewertet. Der Deutsche Zukunftspreis bringt der Öffentlichkeit die in Deutschland vorhandenen wissenschaftlichen und technischen Innovationspotenziale ins Bewusstsein. Er wird ermöglicht durch die Förderung eines Konsortiums deutscher Stiftungen und Unternehmen. Diese sehen in der Unterstützung der Zielsetzungen des Deutschen Zukunftspreises auch einen wichtigen Beitrag für ein technik- und innovationsfreundliches Klima in Deutschland.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

Energie aus Photovoltaik für Hausbesitzer, Mieterstrom und UnternehmenHeliatek