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OLED: Gemeinschaftsprojekt So-Light abgeschlossen

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Der Markt der OLEDs – organische Leuchtdioden – wächst nicht zuletzt durch den Einsatz der Technologie für sehr dünne, flexible und effiziente Displays. Diese werden nicht nur für Fernsehgeräte und Bildschirme, sondern auch für MP3-Player, Kameras und Mobiltelefonen benötigt. Ein weiterer Markt hält Potenzial für die Leuchtdioden bereit: Für Beleuchtungsanwendungen ist das warme natürliche Weißlicht von Vorteil. Elf der führenden deutschen OLED-Unternehmen und Forschungseinrichtungen hatten sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren im im Gemeinschaftsprojekt So-Light mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Aus dem vom BMBF mit einem Gesamtvolumen von 14,7 Millionen Euro geförderten Projekt entstandene Innovationen sollen nun vermarktet werden.

CleanTech & OLED News/ Deutschland. Das Gemeinschaftsprojekt So-Light orientierte sich entlang der Wertschöpfungskette vom OLED-Material bis hin zu OLED-Lichtanwendungen. Mehrere Innovationen aus dem Projekt sollen nun in die Vermarktungsphase übergehen.

Die elf Projektpartner (Novaled, Sensient, Universität Münster, Fraunhofer COMEDD, AIXTRON, LEDON OLED Lighting, Fresnel Optics, HELLA, Siteco, BMG MIS und die Universität Paderborn/L-LAB) arbeiteten an verschiedenen OLED-Technologie-Themen. So wurden mehrere Innovationen im Bereich OLED-Materialien, -Prozesse, -Optiken und – Integration generiert. Gleichzeitig sind OLED-Anzeigen und -Spezialbeleuchtungen in den Anwendungsfeldern Automotive, Architektur und Großdisplay-Hinterleuchtung entstanden. Ziel war es, die Ergebnisse möglichst umfassend in Anwendungsstudien und Demonstratoren einzusetzen und die deutsche Spitzenstellung im OLED-Wachstumsmarkt zu stärken.

Konkrete Ergebnisse

Das OLED-Gemeinschaftsprojekt erbrachte im Einzelnen Ergebnisse auf den Gebieten neuer Materialien, Prozesse, Panel- und optische Technologien.Im Bereich der Materialien konnten beispielsweise neue Hostmaterialien entwickelt werden, die zur Effizienzsteigerung der OLED führen. Auch ein neues p-dotiertes Löchertransportsystem wurde entwickelt. Dieses birgt Potenzial für geringere  Absorption und einfachere, kostengünstigere Skalierbarkeit.

Im Bereich der Prozessentwicklung konnte außerdem ein demonstriert werden. Verglichen mit konventioneller Verdampfungstechnik werden Prozesse um Größenordnungen schneller. Ein Projektpartner konnte demonstrieren, dass sich die OLED-Panel- Homogenität durch den Einsatz einer speziellen rückseitigen erheblich steigern lässt, ohne die flache Bauform der OLED zu beeinträchtigen.

Neben neuen optischen Technologien und Qualifizierungsmethoden konnten auch neue großflächige und so genannte TABOLA OLED-Panels für Anwendungsstudien eingesetzt werden. Darunter die oben dargestellte Heckleuchte mit einer Vielzahl von roten OLEDs. Das Unternehmen HELLA erstellte in diesem Zusammenhang eine Designstudie für die Heckleuchte und die Autobobil-Innenbeleuchtung .

TABOLA wurde außerdem genutzt, um eine Pendelleuchte zu entwickeln, die LEDs und OLEDs kombiniert. Auch eine OLED Hinterleuchtungseinheit für LCD-Anzeigen wurde im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes So-Light entwickelt. Dies ist ein zentraler Aspekt, der zum Aufbau großflächiger LCD-Anzeigesysteme mit geringer Bautiefe darstellt.

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