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Organische Photovoltaik: Erste Produkte und Studie zeigen, dass der Durchbruch naht

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Die dritte Generation der Dünnschicht-Photovoltaik steht einer Studie des Marktforschungsunternehmens Greentech Media zufolge kurz vor dem Durchbruch. Demnach werden die Wirkungsgrade für Farbstoffsolarzellen bzw. Kunststoffsolarzellen bis 2020 erheblich ansteigen und die führenden Unternehmen in beiden Bereichen der Organischen Photovoltaik rasant wachsende Produktionskapazitäten aufbauen. Zeitgleich verkünden Unternehmen wie Dyesol aus Australien und Konarka aus den USA bedeutende Fortschritte bei der Weiterentwicklung ihrer Solarzellen oder -module in Produkte, etwa aus dem Bereich Consumer Electronics.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl DSC (Dye-Sensitized Solar Cells) als auch Kunstoffsolarzellen (OPC, Organic Photovoltaik Cells) in den kommenden Jahren in einigen Anwendungsgebieten teurere Silizium-Solarzellen ablösen werden. Dabei sind insbesondere drei Bereiche besonders zukunftsfähig: Der Einsatz in Baustoffen, also bei der gebäudeintegrierten Photovoltaik, dazu in der Automobil- und Flugzeugindustrie sowie im bereits angedeuteten Bereich der Consumer Electronics. Alleine CE wird in den kommenden Jahren ein Milliardenmarkt werden, so schätzen Fachleute.

G24i und Konarka als Vorreiter

Laut der Studie planen die beiden Technologie-Vorreiter, die walisische G24 Innovations (DSC) und Konarka Technologies (OPV) aus den USA, bis 2012 eine Vervielfachung ihrer Produktionskapazitäten. Alleine Konarka rechnet mit einem Anstieg des Produktionsvolumens von jetzt 5 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2012. Gleichzeitig wachsen Qualität und Quantität der Unternehmen, die die zentralen Vorteile der Organischen Photovoltaik (Kostengünstige Produktion im Rolle-zu-Rolle-Verfahren, Verwendung auch bei diffusem Licht, Flexibilität) nutzen, um eigene Produkte wie Autodächer, Hausfassaden oder Sonnenbrillen damit auszustatten.

Consumer Electronics: Displays aus Farbstoff-Solarzellen könnten in Zukunft Produkte wie Handys schmücken und sie unabhängig vom Stromnetz aufladen. Allein im vergangenen Jahr verkauften Samsung, LG und Co. mehr als 160 Millionen Handys nach Afrika. Aufgrund der mangelhaften Stromversorgung dort sind Geräte mit integrierten Solar-Panels oder eigenständige, aber bezahlbare Solar-Ladegeräte für diesen Kontinent von zentralem Vorteil.

Doch auch für Sonnenbrillen mit integrierten Farbstoffsolarzellen, über die iPods und Handys geladen sowie für Uhren oder Spielzeuge sind die Zellen der dritten Dünnschicht-Generation von großer Relevant. Ebenfalls ein Vorteil: Die elektronischen Geräte werden auch bei diffusen Lichtbedingungen Schritt für Schritt aufgeladen.

– Photovoltaik in Gebäuden, Textilien, Autos, Flugzeugen: Die Integration von hauchdünnen, organischen Solarzellen in Gebäudeteilen (BIPV) – beispielsweise in Glas-Fassaden oder Ziegeln – wird in den kommenden Jahren verstärkt an Bedeutung gewinnen. Nach Einschätzung der Analysten könnten Solardächer, -fenster, -fassaden oder -ziegel herkömmliche Materialien beim Bau von Gebäuden ablösen.

Gleichzeitig ergeben sich weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise im Bereich Fahr- und Flugzeugbau oder die Verwendung in Alltags- und Outdoor-Textilien. Toyota und Hyundai beispielsweise möchten bereits 2010 erste Fahrzeuge mit Solardächern auf den Markt bringen, die die Lithium-Ionen-Batterien der Plug-In-Hybridautos unterstützen.

Erste Produkte schon im Dezember

G24 Innovations verkündete im Oktober, DSC-Module an einen Hersteller von CE Taschen, die Mascotte Industrial Associates, geliefert zu haben. Schon im Dezember sollen die ersten Taschen diesesTyps auf den Markt kommen. G24i ist darüber hinaus zahlreiche weitere Entwicklungspartnerschaften eingegangen, um möglichst rasch größere Mengen zu günstigeren Kosten zu produzieren und so in die Massenproduktion einsteigen zu können.

Greentech Media ist ein in den USA fest etabliertes Markt- und Medienforschungsunternehmen, das tiefgehende Marktstudien etwa zu den Bereichen Smart Grid oder Photovoltaik veröffentlicht. Dabei arbeiten die Amerikaner mit dem renommierten Prometheus Institute aus Chicago zusammen, deren Leiter der bekannte Analyst und Buchautor Travis Bradford ist. In Deutschland ist Greentech Media zwar noch nicht mit einem eigenen Internetauftritt präsent, wohl aber mit Persönlichkeiten, die die Branche beobachten, Studien erstellen und vermarkten. Leiter von Greentech Media in Deutschland ist Adrian Fopp.

Die höchst interessante Marktstudie von Greentech Media (GTM Research) kann ab 1.495 Dollar auf der Studien-Website bezogen werden.

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  1. Stefan Ponsold sagt

    Hallo !
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    http://www.sunnybag.at
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    Sonnigen Tag,

    Stefan

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