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Paderborn, Rotenburg oder Erlangen: Energie-Genossenschaften nehmen die Bürger-Energiewende in die Hand

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Paderborn, Rotenburg, Erlangen: Was haben die drei Städte gemeinsam? Sie haben höchst engagierte Bürger und Unternehmen, die sich zu Energie-Genossenschaften zusammengeschlossen haben, an denen sich jedermann teilweise bereits ab einem Betrag von 500 Euro beteiligen kann. Und die Bürger machen mit, wollen einen Stück vom Energiewende-Kuchen abbekommen und gleichzeitig den Oligopolisten der vier großen Energiekonzerne ein wenig das Wasser abgraben. Wir stellen beispielhaft aktuelle Aktivitäten von drei Energie-Genossenschaften ganz unterschiedlicher Art vor – und möchten zum Mitmachen motivieren. Schicken Sie uns die Kurzbeschreibung Ihrer Energie-Genossenschaft samt Logo an netzwerk@cleanthinking.de – auf unserer Partnerseite erstellen wir gerade eine Übersicht.

Energie News / Paderborn, Rotenburg, Erlangen. Das Wochenende war für Frank Farenski ein echtes Highlight: In Erlangen hatte der Verein „Energiewende ER(Hlangen“ die Ausstrahlung von „Leben mit der Energiewende“ in einem Kino organisiert. Und siehe da: Beide Säle des Kinos waren am Sonntagmorgen um 11 Uhr ausverkauft, was TV-Autor Frank Farenski zu freudigen Facebook-Nachrichten und Bildern animierte. Leben mit der Energiewende, der Kinofilm, der 1,68 Cent Eintritt kostet, wird immer bekannter und lebt davon, dass sich Initiativen und Energie-Genossenschaften in Deutschland engagieren und die Ausstrahlung des Filmes ermöglichen. Dazu ist zumeist jede Menge Trommel-Arbeit notwendig – aber der Erfolg in Erlangen zeigt, dass es möglich ist.

Rotenburger Energiegenossenschaft Geno ScOLAR

Engagement der anderen Art zeigt auch die Rotenburger Energiegenossenschaft Geno ScOLAR, die jetzt ihre siebte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen hat. Wie die HNA.de berichtet, wurde auf zwei Dachflächen des Rotenburger Hallenbads 323 Solarmodule installiert, die nun 68.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen sollen. Die Anlage mit einem Wert von von 108.000 Euro soll eine Spitzenleistung von 80 Kilowatt erbringen. Besonderheit an der Aufstellung der Anlage durch die Energiegenossenschaft: Natürlich bekamen regionale Anbieter den Zuschlag für Bau und Betrieb der Solaranlage.

Paderborn wird Mitglied der Energiegenossenschaft Paderborner Land

Neben engagierten Bürgern und Unternehmen beteiligen sich auch zunehmend Kommunen und Städte an den Energie-Genossenschaften, die überall in Deutschland seit 2 Jahren entstehen. „Wir unterstützen das Anliegen der Energiegenossenschaft, die Bürgerbeteiligung bei Projekten zur regionalen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien voranzubringen“, sagt etwa der Paderborner Bürgermeister Heinz Paus über die Entscheidung seiner Stadt, sich an der Energiegenossenschaft Paderborner Land zu beteiligen. Das berichtet das Paderborner Blatt. Die Stadt stellt bereits die Dächer der Sporthalle in Sande, der Grundschule Stephanus und des Pelizaeus-Gymnasiums für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung. Bisher konnten dort knapp 30.000 Kilowatt-Stunden Strom gewonnen und ins Netz eingespeist und dabei knapp 20.000 Kilogramm Kohlendioxid vermieden werden. Weitere Projekte sind angedacht. 

Die Energiegenossenschaft Paderborner Land wurde Ende 2009 auf Initiative der heimischen Volksbanken, einiger Kommunen und der Kreishandwerkerschaft aus der Taufe gehoben. Ihr Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern der Region über eine Beteiligung an der Energiegenossenschaft die Möglichkeit zu geben, sich aktiv für eine nachhaltige und dezentrale Energieversorgung mit regenerativen Energien einzusetzen. Mit inzwischen 234 Mitgliedern, dem Betrieb von zehn Photovoltaikanlagen und der Produktion rund 2,9 Mio. Kilowatt-Stunden Strom ist die Energiegenossenschaft Paderborner Land eG eine der größten ihrer Art in NRW. Künftig ist auch die Beteiligung an Windkraftprojekten geplant. 

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