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Probefahrt im Tesla Model S: „Ein beinahe steriles Fahrgefühl“

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Elektroauto und Limousine Tesla Model S
Tesla Model S (Quelle aller Bilder: Tesla Motors)

Elektroauto News / USA. Ab 2012 soll das neue Modell aus dem Hause Tesla Motors in den USA auf den Markt kommen. Ende 2012 dann auch in Deutschland. Bislang gibt es zum Tesla Model S viele Gerüchte und wenig reale Erfahrungen im Umgang mit dem Fahrzeug. Journalist Jan Wilms war einer der ersten europäischen Journalisten, die das Tesla Model S jetzt im Silicon Valley erleben durften. Dabei handelte es sich um eine Vorserienversion, wie Motorjournalist Wilms in seinem Blog „The Motorist“ berichtet. Nach Ansicht von Wilms setzt das Tesla Model S dabei neue Maßstäbe mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern sowie als „erste elektrische Limousine der Autogeschichte“.  Fazit des Journalisten: „Ein schickes Zukunftsauto mit Apple-Touch und einem beinahe sterilen Fahrgefühl“.

Wird Tesla quasi das Apple der Elektromobilität? Möglich ist es, denn nach Ansicht des Motorjournalisten Jan Wilms setzt der im Jahr 2012 auf den Markt kommende Tesla Model S neue Maßstäbe. Die Fakten sind klar: 362 PS, 415 Newtonmeter Drehmoment (bis 7.000 Umdrehungen) Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h, vollelektrischer Antrieb, 1,7 Tonnen schwer, Platz für sieben Passagiere (allerdings 2 Kindersitze) plus Gepäck – „eine technologische Weltneuheit“, urteilt Wilms in seinem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung, der auch online verfügbar ist. „Mit sauberem Antrieb (abhängig vom Strom-Mix), sportiven Fahrleistungen, gelungenem Design und moderatem Preis (ab 57.400 US-Dollar, umgerechnet etwa 42.750 Euro) erfüllt der Tesla die Grundbedürfnisse an ein wegweisendes Vehikel.“

Tesla Model S Innenraum
Innenraum des Tesla Model S

Dabei sticht im Innenraum insbesondere das 17-Zoll-Display hervor, das so groß ist wie zwei iPads und als Touchscreen die Mittelkonsole ersetzt. Google Maps, Webradio oder Internet-Browser lassen sich dabei ganz elegant via Sprachsteuerung bedienen – damit dringt Tesla in Apple-Sphären vor und schafft ein Lifestyle-Produkt, das höchsten Ansprüchen genügt.

Tesla Model S: Elektrische Reichweite ist teuer

Bei der Reichweite des Tesla Model S sind jedoch Elektroauto-typische Abstriche zu machen: In der Grundversion schafft das Model S von Tesla Motors knapp 250 Kilometer – deutlich teurer wird es, wenn größere Batterien die Reichweite auf 370 (67.400 US-Dollar) bzw. 480 Kilometer (77.400 US-Dollar) erhöhen sollen. Der in die Vorserienversion eingebaute Lithium-Ion-Akku im Unterboden verfügt über 85 Kilowattstunden. Die Rückgewinnung von Bremsenergie ist graduell steuerbar und führt im Test von Journalist Wilms zu einem „vorausschauenden Fahrstil, in dem man das Bremspedal nur selten tritt.“

Das erste Serienexemplar des Tesla Model S soll im November vom Band laufen. Nach Angaben von Tesla gibt es weltweit bereits 6.000 Vorbestellungen für die sportliche Limousine, die sicherlich einen Fortschritt für die Elektromobilität bedeutet. Wird das Tesla Model S ein Erfolg, und bringt es den Elektroauto-Pionier Tesla Motors ab 2013 endlich aus den roten Zahlen, dürfte das Unternehmen seinem Ziel, einen Kleinwagen zu bauen, der die Elektromobilität demokratisiert, ein großes Stück näher kommen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, da das Model S eine Elektro-Limousine für eine klar begrenzte Käuferschicht darstellt.

Fazit von Jan Wilms zu seiner Ausfahrt mit der Vorserienversion des Tesla Model S? „Eine grüne Alternative für die obere Mittelklasse, wenn man die Nachladung (ca. 1 Stunde pro Batteriefüllung bei Schnellladung) auf Langstrecken akzeptiert. Zwischen den Ladestationen entschädigt auf jeden Fall die superbe Straßenlage des Model S. Allerdings bin ich gespannt, wie sich dann ein Exemplar aus der im November beginnenden Serienproduktion fährt.“

Mit Dank an Jan Wilms, THE MOTORIST.

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% S Kommentare
  1. Hallo – eine Rückfrage dazu: Hat das dann mit den Überführungskosten zu tun oder wie kommt die Wahrnehmung zustande?

    Herzliche Grüße,
    Martin Jendrischik

  2. Beim Umrechnen des in USA angesetzten Verkaufspreises in US-Dollar hat sich in der Vergangenheit immer gezeigt, dass man als Verkaufspreis grade mal die selbe Zahl in Euro festsetzen kann, das war beim Tesla und auch beim Ampera so.

    Bitte also die 42750 Euro Verkaufspreis durch ca. 57000 Euro ersetzen.

    1. Sieg sagt

      Koennte mir Bitte jemand erklaeren warum das so ist $ gegen Euro steuern alleine koennen machen den unterschied bei weiten nicht aus?

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