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PV Power Plants EU empfiehlt Standardisierung bei Solarmodulen

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Konferenz in Wien: PV Power Plants EU 2012Cleantech & Energie News / Berlin, Wien. Die vielen unterschiedlichen Technologien bei Solarstrommodulen führen bei großen Solaranlagen zu hohen Kosten – daher ist eine Standardisierung dringend notwendig. Diese Ansicht vertraten führende Experten kürzlich im Rahmen der Konferenz PV Power Plants – EU 2012.

Der Geschäftsführers des Solarpark-Projektierers Belectric, Bernhard Beck, verglich Solarmodule mit Kraftstoffen in der Automobil-Industrie: „Wir kaufen einen bestimmten Kraftstoff und vertrauen darauf, dass er 25 Jahre halten wird, um uns eine bestimmte ‚Verbrennungsrate‘ zu garantieren. Aber im Moment, um bei dem Bild vom Treibstoff zu bleiben, haben wir nicht nur Diesel und Benzin. Wir haben vielleicht 10.000 verschiedene Modultypen. Das ist das Problem.“

Dies treibe die Kosten in die Höhe. Beck stellte die von Belectric entwickelten Technologien vor. Damit könnte die Netzspannung von großen Solaranlagen stabilisiert werden. Dies sei eine wichtige Voraussetzung dafür, bei Energieversorgern Gehör zu finden. „Wenn wir also das Problem auf einem dezentralen Weg, z.B. durch Spannungsstabilisierung, lösen können, erhöhen wir den Anteil an übertragbarer Energie in Deutschland. Wir müssen alle – Versorger, Netzbetreiber und Vertreter der erneuerbaren Energien – an einen Tisch bekommen, um dieses Ziel zu erreichen“, so Beck.

Ana Rosa Lagunas vom National Renewable Energy Center CENER in Spanien führte aus, dass unterschiedliche Modultechnologien für unterschiedliche klimatische Bedingungen benötigt werden: „Sicherlich brauchen wir eine Standardisierung, gleichwohl sind die Solarressourcen in Nordeuropa, Mitteleuropa oder Afrika unterschiedlich. Wir brauchen bis zu einem gewissen Grad eine Standardisierung, aber wir brauchen immer noch unterschiedliche Technologien für unterschiedliche Regionen.“

Die Analystin Paula Mints stellte die Frage, wie die Branche sich bei schnell fallenden Modulpreisen „selbst erhalten“ kann. Die rasch fallenden Modulpreise, die im Jahr 2011 ungefähr bei minus 45 Prozent lagen, würden die Branche revolutionieren und Solarenergie mit konventionellen Energien wettbewerbsfähig machen. Unter solchen Umständen sei es für Firmen allerdings nicht möglich, ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu intensivieren oder überhaupt nur fortzusetzen. Mints erläuterte, dass die Marktmechanismen diesen Effekt unterstützten.

„Die Preise werden durch große Lagerbestände und Kapazitäten sowie die Senkung der Löhne niedrig gehalten. Ebenso werden Bestände unter den Kosten verkauft.“ Unter diesen Bedingungen würden Hersteller Bankrott gehen und Forschung und Entwicklung blockiert werden. Mints abschließend: „Unternehmen haben nicht das Geld, um ihre Effizienz zu verbessern oder Herstellungskosten tatsächlich zu senken.“

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