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Q-Cells: Milliardenumsatz, aber negatives EBIT von 717,4 Mio. Euro

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Q-cells HauptgebäudeCleantech & Energie & Solar News / Bitterfeld-Wolfen. Das in Sachsen-Anhalt ansässige Cleantech-Unternehmen Q-Cells hat im vergangenen Jahr ein negatives EBIT von 717,4 Mio. Euro erwirtschaftet. Unterm Strich blieb ein Verlust von 845,6 Mio. Euro nach zuvor noch 18,9 Millionen Euro Gewinn. Dies resultiert nach Angaben des Unternehmen aus hohen Sondereffekten. Demnach hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von 1.023,1 Mio. Euro seine Prognose von über 1 Milliarde Euro erreicht. Im Vorjahr betrug der Umsatz 1.354,2 Mio. Euro. Q-Cells arbeitet kontinuierlich an der Restrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten und hat auf diesem Weg bereits wesentliche Meilensteine erreicht. Bis Ende des Jahres 2012 sollen die Umschuldungsmaßnahmen andauern.

Die aktuelle Netto-Verschuldung lag zum Jahresende 2011 bei 431,8 Mio. Euro (Q3 2011: 515,3 Mio. Euro).Für die erfolgreiche Umsetzung der geplanten Maßnahmen bedarf es im nächsten Schritt der offiziellen Beschlussfassung der Gläubiger aller drei Wandelschuldverschreibungen im Rahmen von weiteren Gläubigerversammlungen, die im Verlauf des Aprils 2012 geplant sind. Im Nachgang dazu wird Q.CELLS im Rahmen einer weiteren außerordentlichen Hauptversammlung voraussichtlich Ende Mai oder im Juni seinen Aktionären vorschlagen, dem geplanten Kapitalschnitt und einer anschließenden Kapitalerhöhung zuzustimmen, um damit die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Die erfolgreiche Finanzrestrukturierung ermöglicht dem Unternehmen, sich weitgehend von Schulden zu befreien und eine solide Bilanzstruktur mit einer ausreichenden Eigenkapitalquote zu schaffen. Als nahezu schuldenfreies Unternehmen wäre Q.CELLS in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld in einer einzigartigen Position, um vom mittelfristig erwarteten hohen Wachstum in der globalen Photovoltaikindustrie zu profitieren. Die vollständige Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten wird nach den Planungen der Gesellschaft voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2012 andauern.

Das Produktionsvolumen für das Jahr 2011 betrug rund 783 Megawattpeak (MWp). Davon entfielen 717 MWp auf die Produktion von Solarzellen, von denen rund 60 % im malaysischen Werk von Q-Cells produziert wurden. 66 MWp des Gesamtvolumens entfielen auf die Produktion von Dünnschicht-Modulen der Tochtergesellschaft Solibro in Deutschland. Darüber hinaus wurden kristalline Module mit einer Leistung von insgesamt 390 MWp bei externen Partnern sowie in der eigenen Modulfertigung am Standort Bitterfeld-Wolfen prozessiert.

Trotz des Rückgangs des Gesamtumsatzes wirkten sich die neuen Geschäftsbereiche Module und Systeme positiv auf die Absatzentwicklung aus. Der Absatzanteil im Modulgeschäft betrug rund 26 %, im Bereich Systeme lag er bei etwa 33 %. Bei einem Volumenrückgang in der Produktion von Solarzellen von mehr als 20 % und einem Preisverfall von rund 60 % im Verlauf des Jahres 2011 wäre der Umsatzrückgang als reiner Solarzellenhersteller noch deutlicher ausgefallen. Dies zeigt, dass die strategische Ausrichtung von Q-Cells hin zum Anbieter von PV-Lösungen richtig ist und konsequent umgesetzt wird.

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Die Angaben zu den Finanzdaten sind ungeprüft und stehen daher unter Änderungsvorbehalt. Die Auswirkungen der Kürzung der Solarförderung ist nach Angaben von Q-Cells derzeit nicht abzuschätzen. An den mittelfristigen Planungen hält das Unternehmen allerdings fest.

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