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Q-Cells News: Hauptversammlung, IQ Innovationspreis und Großbritannien

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Leipzig, Thalheim. Die Lage bei Q-Cells, Solarkonzern und CleanTech-Unternehmen mit Hauptsitz im Solar Valley Mitteldeutschland, ist weiterhin unübersichtlich. Im Rahmen der Hauptversammlung Q-Cells heute in Leipzig wurde bekannt, dass das Unternehmen keine Prognose für das Jahr 2011 nennen werde. Das schwierige Marktumfeld führe dazu, dass keine Prognose über das zweite Halbjahr getroffen werden könne, so Vorstandschef Nedim Cen in Leipzig. Lediglich zu dem „anspruchsvollen Ziel“, einen Umsatz auf Vorjahresniveau erreichen zu wollen, bekannte sich Nedim Cen. Im ersten Quartal 2011 hatte Q-Cells einen Verlust von 41 Millionen Euro vermeldet. 2010 lag der Umsatz bei 1,35 Milliarden Euro.

In Deutschland wurden zwischen März und Mai nur Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 700 Megawatt neu ans Netz gegangen. Dies zeige, wie stark der Markt eingebrochen sei, sagte Cen auf der Hauptversammlung. Gründe sind die Verunsicherung der potenziellen Investoren aufgrund der Kürzung der Einspeisevergütung bzw. der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und die stark sinkenden Preise: Viele potenzielle Kunden warten derzeit auf noch weiter sinkende Preise. Im Herbst könnte dies dann wiederum zu Engpässen führen.

Zellkonzept Q.Antum ausgezeichnet

Q-Cells gewinnt IQ Innovationspreis

Positiver ist da schon die Nachricht, dass Q-Cells den IQ Innovationspreis der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland in Leipzig gewonnen hat. Ausgezeichnet wurde Q-Cells für die beste Innovation aus dem Cluster der mitteldeutschen Solarwirtschaft. Q-Cells gewann den Preis für die Entwicklung einer multikristallinen 6-Zoll-Hochleistungszelle mit 18,45 Prozent Wirkungsgrad auf Basis des neuen Q-Cells Zellkonzeptes Q.ANTUM. Parallel hat das Unternehmen die Technologie noch weiter optimiert und den Wirkungsgrad auf 19,5% gesteigert. Dieser Wert wurde vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE erst kürzlich unabhängig als Weltrekord bestätigt.

Das Hochleistung-Zellkonzept Q.ANTUM wurde im Reiner-Lemoine-Forschungszentrum von Q-Cells entwickelt. Ein multikristalliner 180 µm dünner Siliziumwafer wurde mit funktionalen Nanoschichten auf der Rückseite verspiegelt und passiviert. Diese neuartige Rückseitenstruktur aus dielektrischen Schichten verbessert die optischen und elektrischen Eigenschaften der Solarzelle und ermöglicht eine signifikante Leistungssteigerung. Die innovative Zellstruktur eignet sich für unterschiedliche Ausgangsqualitäten des Siliziums sowie für sehr dünne Wafer. Damit lassen sich zukünftig weitere Kosteneinsparungen in der industriellen Fertigung realisieren.

Erste Q.SMART Solarmodule in Großbritannien verbaut

Ungeachtet der Sorgen um Q-Cells unternehmen die Mitarbeiter weiter alles, um Q-Cells wieder in ruhiges Fahrwasser treiben zu lassen. Jetzt wurden in Zusammenarbeit mit iGen Energy aus Manchester erstmalig Q.SMART Solarmodule von Q-Cells in einer gewerblichen Aufdachanlage verbaut. Die Anlage wird in Buxton, Derbyshire, für den führenden Anbieter von Reinigungsprodukten und -lösungen Selden Research gebaut. Nach der Fertigstellung wird die Anlage mit 1.500 m2 eines der größten Systeme in Nordengland sein.

iGen hat sich für Q-Cells Q.SMART Dünnschicht-Solarmodule entschieden, um den örtlichen Installationsbedingungen gerecht zu werden – eine geringe Dachneigung von nur 6° und besonders anspruchsvolle Witterungsbedingungen. Dank der CIGS-Technologie sind Q.SMART Solarmodule mit konstant hohen Leistungen bei schlechten Lichtverhältnissen und ungünstigen Neigungswinkeln eine besonders gute Wahl für Anwendungen in Großbritannien. In Feldversuchen erzielten die Q-Cells Dünnschichtmodule unter vergleichbaren Bedingungen stets bessere Ergebnisse als konventionelle kristalline Solarmodule. Im letzten Energy Yield Test von Photon im Juni lagen Q.SMART Solarmodule zudem vor allen anderen Dünnschichtmodulen.

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