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Rezensiert: Energiespeicher von Michael Sterner und Ingo Stadler

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Ausgelöst durch zwei Studien ist zuletzt eine Debatte darüber entbrannt, ob für die Umsetzung der Energiewende nun Energiespeicher nötig sind oder nicht. Dabei werden die Erkenntnisse der Wissenschafter oft missverständlich wiedergegeben. Deren Botschaft lautet: Energiespeicher sind nötig und müssen heute entwickelt werden, damit sie ab 2020 auch wirtschaftlich einsatzfähig sind. Insofern ist das Standardwerk, das Prof. Michael Sterner und Prof. Ingo Stadler gerade auf den Markt bringen (Vorverkauf bereits möglich, erscheint am 14. November) eine Pflichtlektüre für all jene, die sich strategisch mit der Energiewende befassen. Denn Sterner und Stadler verkünden bereits im Vorwort: Es gibt genügend Speicher-Technologien, sie müssen nur richtig in den Markt geführt werden.

19. Oktober 2014. Energiespeicher sind für die Energiewende, wie sie Deutschland vor hat, unverzichtbar. Dabei ist ein Energiespeicher laut Definition der Autoren eine energietechnische Einrichtung, welche die drei folgenden Prozesse beinhaltet: Einspeichern (Laden), Speichern und Ausspeichern (Entladen). Dabei wird zwischen primären und sekundären Energiespeichern unterschieden.

Schon in dieser Definition zeigt sich die Klarheit der Sprache und der Argumentation der beiden Autoren im Energiespeicher-Buch. Sie beschreiben nicht nur, sondern bewerten und ordnen ein in die Bedeutung der jeweiligen Energiespeicher-Technologie für die Energiewende. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Debatte über strategisch geplante Speicher-Technologien, um eine eher dezentrale Energieversorgung der Zukunft realisieren zu können.

Die Autoren gehen weit über die die Beschreibung von Technologien zum Energiespeichern hinaus. Insbesondere die Einordnung des Speicherbedarfs in den drei Sektoren Strom, Wärme und Kraftstoffe ist ein Ertrag, den der Leser dieses Buches ziehen kann. Durch die Beschreibung von Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Speichertechnologien gelingt auch der Schritt zur wirtschaftlichen Analyse, welche Speicher wie sinnvoll eingesetzt werden können. Das Buch lebt von seinen Grafiken und Illustrationen und ist allgemein-akademisch verständlich – setzt kein Ingenieur-Fachwissen o.ä. voraus.

Einige Inhaltsaspekte des Energiespeicher-Fachbuches im Überblick:

  • Speicherbedarf in der Stromversorgung
  • Speicherbedarf in der Wärmeversorgung
  • Speicherbedarf im Verkehrssektor
  • Technologien der Energiespeicherung: Von elektrischen und elektrochemischen Energiespeichern über chemische und mechanische Technologien bis zu thermischen Energiespeichern.
  • Lastmanagement
  • Überblick über technische und ökonomische Parameter
  • Speicherintegration zur Kopplung unterschiedlicher Energiesektoren

Das Lehr- und Fachbuch richtet sich nicht nur an Studenten, sondern auch an Ingenieure, andere Wisseschaftler, aber auch an Praktiker wie Energieplaner und Energiewirtschaftler. Mehr zum Thema Stromspeicher gibt es in unserem Themenspecial. Weitere Informationen zum Buch gibt es auch bei springer.com.

Das Buch „Energiespeicher – Bedarf, Technologien, Integration“ kann hier vorbestellt werden:

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