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Rocsun bietet kratz- und bruchsichere PV-Module für den Boden

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Cleantech-Startup Rocsun aus Berlin vermarktet PowerGround-Module insbesondere für Architekturprojekte und Nachrüstungen.

Für die Energiewende ist der beschleunigte Ausbau der Photovoltaik dringend erforderlich. Doch Freiflächen werden zunehmend rar bzw. deren Nutzung untersagt. Höchst relevant ist deshalb, was das Berliner Cleantech-Startup Rocsun entwickelt hat: Das erste kratzfeste Solarmodul PowerGround. Die Innovation ermöglicht, erneuerbaren Solarstrom auf dem Boden zu erzeugen.

Während das Berliner Cleantech-Unternehmen Solmove an Solarmodulen für Straßen, die von Autos oder Fahrrädern befahren werden, arbeitet, fokussiert sich Rocsun auf die Bereiche, die typischerweise Fußgängern vorbehalten sind. Insbesondere für Architekten und Immobilienbesitzer kann das Solarmodul PowerGround eine zusätzliche Option bieten.

Die Solarmodule von Rocsun werden wie Pflastersteine installiert und können daher einfach in neue Architekturprojekte oder als Nachrüstung vor bestehenden Gebäuden integriert werden. Vorteil der PowerGround-Module: Sie sind besonders robust und langlebig. Das Material, das nicht näher benannt wird, ist transparent, besonders bruch- und kratzsicher.

Die PowerGround-Module sind 100 x 100 x 100 x 7 cm (B x L x H) groß. Jedes Modul enthält 36 monokristalline Hochleistungs-Solarzellen, die 180 Wp elektrische Leistung erzeugen. Die spezielle Oberfläche sorgt für eine zuverlässige Energieerzeugung über die gesamte Lebensdauer. Der Strom kann zur Versorgung von umliegenden Gebäuden genutzt oder in das Netz eingespeist werden.

Rocsun Cleantech-Startup Photovoltaik
Architekten können die Boden-Solarmodule von Rocsun einplanen.

Die durchschnittliche Stromerzeugung in Deutschland beträgt 110 kWh pro Jahr und Quadratmeter (bei 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter horizontaler Globalstrahlung). Um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, verfügen die Module von Rocsun über Niederspannung von weniger als 120 Volt DC (Schutzklasse III).

Innovationen wie die Weiterentwicklung der Standardsolartechnik sind unerlässlich, um CO2-neutrale Gebäude zu gestalten und Strom nachhaltig zu erzeugen. Unsere in den Boden integrierte Solartechnik ist dann besonders nachhaltig, wenn es so lange wie möglich hält. Langlebigkeit ist das, was unsere Kunden erwarten. Bei Rocsun gehen wir deshalb einen Schritt weiter und verwenden nur die haltbarsten Materialien.

Annemarie Botzki, Geschäftsführerin und Mitbegründerin von Rocsun
Rocsun Solarmodul Detail
Im Detail: Rocsun Solarmodul

Die Technologie der Energiewende des Berliner Cleantech-Startups kann ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieversorgung werden. Denn für den Erfolg dieses Jahrhundertprojekts müssen möglichst alle verfügbaren Oberflächen für Photovoltaik genutzt werden – die Rückseiten von elektronischen Geräten genauso wie Hausfassaden und Straßen oder Plätze.

Voraussetzung sind Materialien, die lange halten, gut aussehen und nachhaltig für die Versorgung mit Energie sorgen – und, Voraussetzung ist, dass der PV-Ertrag höher ist als der Aufwand von Produktion, Installation und Wartung. Ähnliche Überlegungen hat das Cleantech-Startup offenbar angestellt – und scheinbar praktikable Lösungen dafür gefunden. Es wird spannend, den Weg dieses jungen Unternehmens, das ganz am Anfang in der öffentlichen Wahrnehmung steht, weiter zu verfolgen.

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