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Dezentrale Energieerzeugung: RWE beendet Feldtest für Mikro-KWK

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In diesem Haus steht die Mikro-KWK-Anlage (Bildquelle: RWE)

Dortmund. Die RWE Effizienz AG, in Dortmund ansässige Tochter-Gesellschaft von einem der vier großen Energieversorger Deutschlands mit Hauptsitz in Essen, setzt – wie die Konkurrenten Buderus, Vaillant, LichtBlick, BDR Thermea und Co. – auf Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mikro-KWK). Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit dem Titel „Energiehaus der Zukunft“ hat die RWE Effizienz GmbH jetzt einen Feldtest zur Einbindung von Mikro-KWK-Anlagen in Einfamilienhäuser nach eigenen Angaben erfolgreich beendet.

Ziel: Erkenntnisse über Integration ins Stromnetz gewinnen

Ziel war es, detaillierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie dezentrale Strom- und Wärmeerzeuger in das Stromnetz oder das Erdgasnetz integriert werden können. Der Strombedarf eines Versuchshauses konnte über das kleine Kraftwerk zu 30 Prozent gedeckt werden. Die Energiekosten konnten während des Betriebsjahres um 370 Euro reduziert werden.

Das Pilotprojekt war im Herbst 2009 gestartet worden. Die Mikro-KWK-Anlage auf Basis eines Stirling-Motors wurde ergänzend mit einem Gas-Brennwertgerät kombiniert. Das Haus hatte eine Wohnfläche von 260 Quadratmetern und einen vierköpfigen „Haushalt“. Der Wärmebedarf lag bei 38.500 kWh/Jahr und der Stromverbrauch bei 7.000 kWh/Jahr.

5 kW thermische Leistung bei Mikro-KWK-Anlage

Im Betriebsjahr schaffte das Mikro-KWK-Kraftwerk mit einer thermischen Leistung von 5 kW immerhin 3.744 Volllaststunden und damit hervorragende Auslastung. Dabei sorgte die KWK-Anlage vorrangig für die Warmwasserbereitung, während das Spitzenlastgerät mit einer Leistung von maximal 18 kW im Winter und in den Übergangszeiten zur Heizungsunterstützung bedarfsgerecht zugeschaltet wurde.

Entsprechend positiv fiel auch die Strombilanz der Mikro-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1 kW aus: Der KWK-Unterzähler ermittelte für den Stirling-Motor eine Stromproduktion von 3.332 kWh/Jahr. Davon wurden 40 Prozent ins öffentliche Netz eingespeist und 60 Prozent direkt im Haus verbraucht, wodurch sich der externe Strombezug um 2.100 kWh/Jahr bzw. 30 Prozent verringerte. Gleichzeitig nahm der Erdgasverbrauch aufgrund der zusätzlichen Stromproduktion im Vergleich zum früheren Erdgas-Brennwertkessel um etwa 10 Prozent zu.

In Zukunft noch mehr Einsparpotenziale

Weitere Einsparungen sollen hier in Zukunft durch einen größeren Deckungsanteil des Eigenbedarfs sowie eine netzlastorientierte Einspeisung des selbst erzeugten Stroms ermöglicht werden. Die Basis hierfür bilde ein großzügig dimensionierter Warmwasserspeicher, mit dessen Hilfe sich der Strom- und Wärmebedarf in dem Einfamilienhaus stärker entkoppeln lasse. So ist es möglich, die Stromerzeugung der Mikro-KWK-Anlage am tatsächlichen Stromverbrauch auszurichten und die dabei anfallende Wärme für eine spätere Nutzung zu bevorraten. Gleichzeitig kann so in Zukunft bei der Einspeisung ins Netz auch auf lastvariable Tarife reagiert werden, wodurch sich eine deutlich höhere Vergütung erzielen lasse.

Der Feldtest „Emslandhaus“ wurde im Rahmen der „Energiehaus der Zukunft“-Initiative des Dortmunder Dienstleisters RWE Effizienz GmbH durchgeführt.

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