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RWE Innogy vergibt Millionenaufträge für Offshore-Windpark "Nordsee Ost"

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Offshore-Windpark Nordsee Ost StandortkarteRWE Innogy hat im August zwei millionenschwere Aufträge für den Bau des Offshore-Windparks „Nordsee Ost“ vergeben und entsprechende Verträge unterzeichnet. Während Siemens den Auftrag für die Fertigung, Anlieferung und Inbetriebnahme des Umspannwerks auf See erhielt, bekam ABB den Auftrag, RWE Innogy rund 63 Kilometer Hochspannungsseekabel zu liefern. Damit sollen die geplanten 48 Windturbinen des Windparks untereinander vernetzt mit dem Umspannwerk von Siemens auf See verbunden werden. Der Auftragswert für die Kabellieferung liegt bei rund 10 Millionen Euro, während das Umspannwerk ungefähr 40 Millionen Euro verschlingen wird. Der Offshore-Windpark „Nordsee Ost“ liegt rund 33 Kilometer nordöstlich von Helgoland – der nächstgelegene Netzanschlusspunkt befindet sich in Brunsbüttel.

Die insgesamt 48 Windkraftanlagen der 6-Megawattklasse hatte RWE Innogy bereits im Februar dieses Jahres bei dem Turbinenhersteller REpower Systems geordert. Neben dem Auftrag für die Unterwasserverkabelung – diese Kabel verfügen über 33 Kilovolt und haben einen Durchmesser von 16 Zentimetern – wurde bereits auch der Auftrage für die Offshore-Fundamente vergeben. Die Umspannstation soll im Frühsommer 2012 auf See installiert werden. So sollen bereits ab Mitte 2012 die ersten Windturbinen Strom ins Netz einspeisen. Die vollständige Fertigstellung des Windparks ‚Nordsee Ost‘ ist für 2013 geplant. Ab dann wird das Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 295 Megawatt (MW) jährlich umgerechnet rund 295.000 Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen.

Die Umspannstation auf See ist das Nervenzentrum des Windparks. Sie wandelt den von den Windkraftanlagen mit 33 Kilovolt (kV) erzeugten Strom auf eine Übertragungsspannung von 155 kV um. Hochspannungsseekabel übernehmen von hier aus den Stromtransport zur Küste. Ein solches Offshore-Umspannwerk ist rund 18 Meter hoch und wiegt ca. 1.850 Tonnen. Es wird – wie die Windturbinen – auf einem Stahlgerüstfundament im Meeresboden befestigt und ragt nach der Endmontage rund 37 Meter über den Meeresspiegel hinaus.

Basishafen für den Bau des Windparks ‚Nordsee Ost‘ wird Bremerhaven sein. Von hier aus sollen die Windkraftanlagen auf See gebracht und rund 33 Kilometer nordöstlich von Helgoland installiert werden. Zu diesem Zweck hat RWE Innogy bei einer koreanischen Werft für je 100 Millionen Euro zwei Offshore-Konstruktionsschiffe in Auftrag gegeben. Das erste dieser Spezialschiffe soll ab Herbst nächsten Jahres zur Errichtung des Windparks „Nordsee Ost“ eingesetzt werden.

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