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RWE installiert erstes Hochtemperaturseil im Hunsrück

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Die Energiewende in Deutschland ist ein Puzzle, das aus vielen kleinen Bausteinen besteht. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler informierte sich gestern beim DLR in Stuttgart beispielsweise über Arbeiten zur Wärmespeicherung, zu elektrochemischen Speichern, zur elektrlytischen Wasserstofferzeugung und zu flüssigen Kohlenwasserstoffen als hochwertige Energiespeicher. Neben der Energiespeicherung hat die Energiewende eine weitere Schlüsseltechnologie: Ein Energiekonzern hat jetzt erstmals ein Hochtemperaturseil in Betrieb genommen, das mehr Strom transportiert und so Zeit für den Netzausbau schaffen soll.

Deutschlandpremiere für mehr Windstrom im Hochspannungsnetz: RWE Deutschland installiert Hochtemperaturleiterseil im Hunsrück (v.l.n.r.: Peter Pietruschka (Rhein Ruhr Verteilnetz), Udo van Dyk (RWE Westfalen Weser Ems Netzservice), Dr. Joachim Schneider (Vorstand Technik der RWE Deutschland AG)

Cleantech, Energiewende News / Argenthal, Hunsrück. Der Energiekonzern heißt RWE Deutschland und die Schlüsseltechnologie für die Energiewende im Stromverteilnetz kommt mitten im Hunsrück erstmalig zum Einsatz: RWE hat erstmalig ein Hochtemperaturleiterseil in einer Hochspannungsleitung installiert. Mit mehr als zwölf Kilometern Leitungsstrecke handelt es sich in dieser Spannungsebene um die deutschlandweit derzeit längste Beseilung dieser Art, die im realen Netzbetrieb eingesetzt wird. So wolle man Platz im Stromverteilnetz für den Transport von Strom aus erneuerbaren Energien schaffen, hieß es.

Hochtemperaturleiterseil ergänzt konventionellen Netzausbau

Das stark wachsende Stromangebot aus Erneuerbaren Energien erfordert neue technische Lösungen. Von 2011 bis 2012 hat sich beispielsweise die Einspeisung aus Windkraft im Hunsrück nahezu versechsfacht. Somit muss immer mehr Windstrom abtransportiert werden. Mit dem Hochtemperatureiterseil wird der für die Nutzung dieser Energie notwendige konventionelle Netzausbau durch eine neue Technologie ergänzt. Dafür ersetzt RWE Westfalen-Weser-Ems Netzservice im Auftrag von Rhein-Ruhr Verteilnetz (zwei Unternehmen der RWE Deutschland-Gruppe) zwischen Simmern und Rheinböllen die vorhandene konventionelle Beseilung durch ein Hochtemperaturseil.

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Wenn Strom durch Metall fließt, wird es erwärmt. Je höher die Stromflüsse, umso höher auch die Temperatur. Hochtemperaturseile können bis zu doppelt so viel Strom transportieren wie bisherige Leiterseile. Das Seil besteht aus einer speziellen Aluminiumlegierung, in deren Mitte sich ein Karbonkern befindet. Er sorgt dafür, dass die Leitung Betriebstemperaturen bis 175 Grad Celsius aushält.

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