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RWE und CMblu wollen Salzkavernen zum großen Energiespeicher machen

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RWE erforscht mit CMblu, ob Salzkavernen als gigantische Flusszellenbatterie mit Gigawatt-Potenzial genutzt werden können.

Es ist ein kühner Plan: Die RWE Gas Storage West GmbH will erforschen, ob sich Salzkavernen als große, organische Flussbatterien eignCMblu CMbluen. Ein ähnliches Vorhaben hatte der EWE-Konzern im Mai 2019 auf „nach 2025“ verschoben. RWE hat sich mit der CMBlu Energy AG einen der Pioniere der sogenannten Organic Flow-Technologie als Partner ins Boot geholt.

Gemeinsam sehen sie das Potenzial, um Erneuerbare Energien im Zuge der Energiewende im Gigawattstunden-Bereich speichern zu können. Als Vergleich: Die bislang größte Lithium-Ionen-Batterie Europas steht in Jardelund in Schleswig-Holstein – und bietet eine Speicherkapazität von 50 Megawattstunden.

RWE Erklärvideo zum Forschungsvorhaben mit Salzkavernen.

Um derzeit ungenutzte Salzkavernen in der Zukunft als Speicher nutzen zu können, planen die beiden Partner-Unternehmen, diese mit einer organischen Elektrolytlösung zu füllen. Sie dient im Konzept der Redox-Flow-Batterie als Energieträger.

Organic-Flow-Batterien basieren auf Kohlenstoff, der in nahezu unbegrenztem Umfang weltweit verfügbar ist. Die Komponenten sind einfach recycelbar und Wasser ist vom Volumen her der größte Bestandteil. Die Batterie ist daher nicht brennbar und entsprechend sicher in der Handhabung. Zudem kommen organische Speicher im Gegensatz zu den meisten anderen Batterien komplett ohne Metall aus.

Peter Geigle, CEO der CMBlu Energy AG

Drei Projektschritte bis 2024 geplant

Im ersten Schritt wurden schon potenziell geeignete Elektrolyte identifiziert. Bis Anfang 2021 folgen Laboruntersuchungen, inwieweit die Elektrolyte für die Anwendung in Salzkavernen geeignet sind.

Ist der geeignete Elektrolyt identifiziert, soll ab Frühjahr 2021 mit Bau und Betrieb einer Testanlage begonnen werden. Die CMblu-Anlage soll über eine elektrische Leistung von 100 Kilowatt und über eine Speicherkapazität von bis zu 1.000 Kilowattstunden verfügen. Dieser dritte Projektschritt soll bis Frühling 2024 abgeschlossen sein.

Viele Hintergründe zur Redox-Flow-Batterie und Vorteilen und Nachteilen auch unterschiedlicher Elektrolyte und Materialien sind auf der Cleanthinking-Hintergrundseite zu finden.

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1 Kommentar
  1. Uwe Mörsfelder sagt

    Super Projekt
    Masse bzw. die richtige Größe für das Netz und Klasse.
    Sowie umweltfreundlich.

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