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Sechs Speicher-Hersteller dominieren Heimspeicher-Markt

Der Markt für Stromspeicher insbesondere im häuslichen Umfeld in Deutschland entwickelt sich positiv. An der Spitze stehen einer Analyse von EuPD Research zufolge die Speicher-Hersteller Sonnen und LG Chem mit der größten Anzahl verkaufter Geräte. Im Jahr 2017 wurden fast 50.000 Photovoltaikanlagen der Größe zwischen drei und zehn Kilowattpeak verkauft. Passend dazu wurden rund 37.000 Speicher verkauft. Das entspricht einem deutlichen Wachstum von 49 Prozent.

Trotz des prozentual hohen Wachstums:handelt sich allerdings weiterhin um einen hart umkämpften Anbietermarkt mit mehr als 50 Anbietern, der es für die Hersteller schwer bis unmöglich macht, Investitionen in Marketing, Vertrieb und Produktion kurzfristig wieder einzuspielen. Demzufolge wird sich das Angebot an Heimspeichern in den kommenden Monaten reduzieren. Die heute führenden Marken und Anbieter werden immer mehr Marktanteil unter sich aufteilen können.

Laut EuPD sind die wichtigsten Speicher-Hersteller, die folgenden Marktteilnehmer:

  1. sonnen – Marktanteil: 21 Prozent
  2. LG Chem – Marktanteil 18 Prozent
  3. E3/DC – Marktanteil 11 Prozent
  4. SENEC – Marktanteil 11 Prozent
  5. Solarwatt – Marktanteil 10 Prozent
  6. Varta – Marktanteil 9 Prozent

Diese sechs Speicher-Hersteller teilen schon heute 80 Prozent des Marktes für Heimspeicher unter sich auf. Eine kaum bedeutsame Rolle spielen hingegen die starken Marken Mercedes Benz Energy (5 Prozent), BYD (4 Prozent) und Tesla Energy (2 Prozent). Mit LG Chem hat es nur ein ausländisches Unternehmen geschafft, signifikante Marktanteile zu erringen – mit stark steigender Tendenz.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist sich sicher, dass der Markt auch in diesem Jahr zweistellig wachsen wird. In den kommenden Jahren dürfte dann auch der Nachrüstmarkt erwachen, wenn Photovoltaikanlagen aus dem 100.000-Dächer-Programm aus der Vergütung herausfallen. Gerade für die damaligen Pioniere der Photovoltaik, ist ein Speicher dann eine tolle Option.

Die Kosten für Solarstromspeicher haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Inzwischen wird jede zweite neue Solarstromanlage im Eigenheimbereich mit einem Speicher kombiniert. Körnig erwartet, dass die Nachfrage weiter steigen wird:

„Um den preiswerten Solarstrom für möglichst viele Anwendungen nutzen zu können, werden immer mehr Verbraucher und Gewerbebetriebe Solaranlagen, Speicher und Ladestation für Elektromobile miteinander verknüpfen. Die Technologien ergänzen und beflügeln einander ideal.“