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Seltene Erden: In Storkwitz starten die Bohrarbeiten

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Seltene Erden gehören zu den kritischen Rohstoffen (Foto: ARS-USDA)
Seltene Erden sind wichtige Rohstoffe für Cleantech (Foto: ARS-USDA)

CleanTech & Rohstoff News / Storkwitz bei Delitzsch. Seltene Erden sind – zumindest in Europa – äußerst selten. Umso bedeutsamer ist die einzige bekannte Lagerstätte für Seltene Erden, die sich im sächsischen Storkwitz bei Delitzsch befindet. Dort hat die Seltenerden Storkwitz AG, eine Tochter der börsennotierten Deutschen Rohstoff AG, nun mit den ersten Bohrungen zur Erkundung der Lagerstätte begonnen. Bei Storkwitz werden immerhin 38.000 Tonnen Seltenerden vermutet.

Die Bohrungen bis in eine Tiefe von rund 700 Metern, sowie die Auswertungen und Analysen der Bohrkerne werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. Mit ersten belastbaren Ergebnissen rechnen die Experten für den Herbst 2012. Mit dem nun gestarteten Bohrprogramm soll das Vorkommen in eine international anerkannte Ressource nach dem australischen JORC Standard umgewandelt werden.

Anschließend soll dann die Ausdehnung der Lagerstätte insbesondere zur Tiefe hin weiter untersucht werden. Die historische Ressource nach DDR-Klassifizierung beläuft sich auf rund 38.000 Tonnen Seltenerden und 8.000 Tonnen Niob. Die früheren Untersuchungen gingen davon aus, dass ein erhebliches Erweiterungspotential besteht. Der Entdecker, die deutsch-sowjetische Urangesellschaft SDAG Wismut, schätzte die mögliche Menge an SEE bereits 1975 auf bis zu 136.000 Tonnen.

Hintergrund: Die 17 Elemente der Seltenerden werden vor allem in technologisch anspruchsvollen Produkten verwendet. Insbesondere die Hightech- Industrie, aber auch Hersteller von Solar- und Windkraftanlagen sind auf verschiedene dieser Elemente angewiesen. Rund 97 Prozent der Weltproduktion an Seltenerden stammt aus China. Die Volksrepublik kontrolliert die Ausfuhr der Metalle und hat die Exportmengen in den vergangenen Jahren ständig gesenkt.

Sowohl Bundesregierung als auch EU-Kommission stufen die SEE als strategisch wichtiges Metall ein, dessen Versorgungssicherheit gefährdet ist. Auch innerhalb der deutschen Wirtschaft wird die Versorgung mit den Seltenerden als kritisch angesehen.

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1 Kommentar
  1. Anonymous sagt

    was wird mit den leuten im ort

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