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Siemens-JV Fluence plant gigantische Zwillingsbatterien in Australien

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Fluence-Zwillingsbatterien mit je 250 MW/125 MWh sollen die Netzüberlastung durch rasanten Zubau erneuerbarer Energien verhindern.

Über das Joint Venture vom Siemens und AES hatte Cleanthinking.de bereits einmal im Jahr 2018 berichtet (Riverland Solar Storage: Siemens an weltgrösstem Batteriespeicher beteiligt). Jetzt gibt es beeindruckende Neuigkeiten, in die Fluence involviert ist. Das Cleantech-Unternehmen will große Zwillingsbatterien (250 MW/125 MWh) in den benachbarten australischen Bundesstaaten Victoria und New South Wales errichten, um mit dieser „virtuellen Übertragungsleitung“ die Netzintegration erneuerbarer Energien zu ermöglichen.

Die gigantischen Fluence-Batterien würden das von Tesla 2017 gebaute Stromspeicher-Kraftwerk in den Schatten stellen. Die Batterie in Hornsdale (100 MW/129 MWh) wird aktuell um 50 MW/65 MWh erweitert. Vor der Installation hatte Tesla-CEO Elon Musk damals via Twitter um den Auftrag geworben – und die Herausforderung schließlich ganz im Sinne des australischen Wandels hin zu Erneuerbaren Energien angenommen und erfüllt.

Die mit dem Windpark Hornsdale von Neoen verbundene Batterie ist nach wie vor die größte der Welt, obwohl sie bald von anderen gigantischen Projekten weltweit überholt werden dürfte. Insgesamt geht der Ausbau erneuerbarer Energien in Australien voran, bislang hält der Netzausbau aber nicht mit der gigantischen Pipeline von 67 Gigawatt Schritt. Eine Netzüberlastung könnte drohen, wenn nicht rasch weitere Speicher zugebaut werden.

Angesichts der Lage vergleicht das Siemens-JV Fluence den Bau der Batteriespeicher gegenüber Bloomberg mit einer sofortigen Verbreiterung einer Autobahn, um Verkehrsstaus aufzufangen. Dadurch würde die Notwendigkeit reduziert, die zusätzliche Übertragungsinfrastruktur, also die Stromnetze, schnell auszubauen. Neben diesem geplanten großen Speicherprojekt in Australien, plant Tesla-Partner Neoen den Bau eines 900-Megawatt-Speichers im Bundesstaat Victoria bei Geelong.

Der Knackpunkt für Batteriekraftwerke war bislang auch in Australien in der Regel der Preis. Doch die Kosten haben sich nach Einschätzung von Bloomberg New Energy Finance seit 2018 halbiert. Fluence arbeitet nach eigenen Angaben trotz der Corona-Pandemie derzeit an mehr als 70 Batteriespeicher-Projekten im Versorgermaßstab auf der ganzen Welt. Die Energiespeicherung durch Batterien gewinnt damit zunehmend an Bedeutung – und wird zum wesentlichen Bestandteil der Netzinfrastruktur.

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