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Siemens präsentiert Offshore-Windenergieanlage SW-4.0-130

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Siemens hat auf der Jahreskonferenz des Europäischen Windenergieverbandes (EWEA) Anfang Februar in Wien eine neue Offshore-Windenergieanlage vorgestellt. Die Siemens Offshore-Windenergieanlage SW-4.0-130 hat eine Kapazität von vier Megawatt (MW) und einen Rotordurchmesser von 130 Metern. Die neue Anlage ist eine Weiterentwicklung der SWT-3.6, der weltweit am häufigsten verkauften und installierten Offshore-Windturbine.

Cleantech und Windenergie Magazin / Wien. Siemens hat auf der EWEA-Konferenz zudem sein neues Plattformkonzept für Windenergieanlagen vorgestellt. Alle Siemens-Windturbinen werden künftig unter dem Dach einer von vier Produktplattformen gebündelt. Ziel der Plattformstrategie ist die Standardisierung und Modularisierung der Produkte.

Bei der neuen Siemens-Windturbine SWT-4.0-130 kommen sämtliche Schlüsseltechnologien der bewährten 3,6-MW-Anlage zum Einsatz. Maschinenhaus und Turm sind weiterentwickelte Varianten der 3,6-MW-Windturbine. Die Rotorblätter sind nach dem bewährten IntegralBlade-Verfahren von Siemens aus einem Guss und ohne Klebestellen gefertigt.

Das neue Rotorblatt B63 mit einer Länge von 63 Metern ist das längste und technologisch am weitesten entwickelte Rotorblatt in der 4-Megawatt-Leitunsgklasse. Wenn das B63 rotiert, überstreicht es eine Fläche von der Größe von nahezu zwei Fußballfeldern. Aufgrund einer optimierten Ankopplung von Blattkante und -gewinde reagieren aeroelastische Blätter flexibler auf hohe Windlasten und federn diese ähnlich wie Stoßdämpfer bei Autos ab. Dank dieser Technologie können längere Rotorblätter zum Einsatz kommen, was die Windausbeute und damit den Ertrag der Anlage steigert. 

Seit Dezember 2012 läuft der Prototyp der SWT-4.0-130 im dänischen Østerild mit hervorragenden Ergebnissen im Testbetrieb. Die Serienproduktion der SWT-4.0-130 soll im Jahr 2015 aufgenommen werden. „Mit der Entwicklung der SWT-4.0-130 steigern wir die Energieausbeute gegenüber der SWT-3.6-120 um bis zu 15 Prozent“, sagte Henrik Stiesdal, Chief Technology Officer der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy.

Das neue Plattformkonzept von Siemens ist ein weiterer Schritt zur Industrialisierung in der Windbranche. Nach dem Vorbild der Automobilindustrie werden alle Windturbinen unter dem Dach einer Produktplattform gebündelt. Jede Anlage besteht aus fünf oder sechs Modulen, die innerhalb einer Plattform bei unterschiedlichen Anlagen zum Einsatz kommen. „Durch die Standardisierung und Modularisierung innerhalb unserer Produktplattformen können wir die Produktions- und Logistikkosten senken. Dies bringt uns unserem Ziel, die Windenergie unabhängig von Subventionen zu machen, einen großen Schritt näher“, sagte Stiesdal.

Plattformstrategie von Siemens

Jede von Siemens angebotene Windenergieanlage gehört künftig einer der Plattformen „Siemens G2“, „Siemens G4“, „Siemens D3“ oder „Siemens D6“ an. Der Name der jeweiligen Plattform ergibt sich aus einer Kombination der angewandten Antriebstechnologie und der Leistungsklasse der Windenergieanlagen. Plattformen mit Getriebe werden mit dem Buchstaben „G“ gekennzeichnet (geared), während Produktplattformen ohne Getriebe das Präfix „D“ erhalten (direct drive). Mit einer Leistung von 4 MW gehört die SWT-4.0-130 ebenso wie die bekannte SWT-3.6-120 zur Siemens-G4-Plattform.

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