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Siemens und Statkraft bauen eines der modernsten Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke in Hürth

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Blick in den Kontrollraum des Gaskraftwerks Knapsack von Statkraft
Blick in den Kontrollraum des Gaskraftwerks Knapsack von Statkraft

Statkraft, Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energien, und Siemens haben einen EPC-Vertrag für das Kraftwerksprojekt Knapsack II in Hürth bei Köln unterzeichnet. Der norwegischen Energieerzeuger plant im Chemiepark Knapsack den Bau eines der weltweit modernsten Gas und Dampf (GuD) Kombikraftwerke mit einer Erzeugungskapazität von 430 MW. Der nun unterzeichnete EPC-Vertrag (Engineering, Procurement and Construction; dt. Planen, Beschaffen und Aufbauen) und der ebenfalls unterzeichnete Langzeitwartungsvertrag regeln die Lieferung, den Bau und den Service der Anlage durch Siemens, sollte der Bau der Anlage genehmigt und beschlossen werden.

Dazu Asbjørn Grundt, Vorstandsmitglied von Statkraft:

„Die Vereinbarung mit Siemens ist ein großer vertraglicher Schritt auf dem Weg zur finalen Bauentscheidung. Voraussetzung für einen solchen Entscheid und für alle weiteren Schritte ist die Erteilung der Baugenehmigung, die für Mitte 2011 erwartet wird.“

Und Lothar Balling, Vice President Sales Energy Solutions in der Fossil Power Generation Division bei Siemens Energy, ergänzt:

„Wir freuen uns sehr darüber, Statkrafts Wachstum im Bereich der umweltfreundlichen Energieerzeugung mit Hilfe unserer neuesten Technologie unterstützen zu können.

Siemens-Anlagen auf Basis der F-Klasse-Gasturbinentechnologie sind durch Ihre hohen Wirkungsgrade von mehr als 59 Prozent die umweltfreundlichsten fossil befeuerten Kraftwerke. Mit unserem Konzept für schnellstartfähige GuDs mit gleichzeitig hohen Laständerungsgeschwindigkeiten liefern wir Kraftwerke, die den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix optimal unterstützen.“

Das Genehmigungsverfahren für den ebenfalls notwendigen Erdgasanschluss wird im September beginnen. Zur Versorgung des geplanten Kraftwerks mit Erdgas muss eine 13 km lange Leitung verlegt werden, die den Anschluss an die bestehende Hochdruckleitung „Stolberg-Porz“ der E.ON Gastransport ermöglicht. Der in Knapsack II erzeugte Strom kann über ein Erdkabel kraftwerksnah ins Hochspannungsnetz der Amprion GmbH eingespeist werden. Die Wasserversorgung und andere Standortleistungen werden durch den Standortbetreiber Infraserv Knapsack sichergestellt, der eng in die Planung eingebunden ist.

Statkraft betreibt am Standort Knapsack bereits seit 2007 ein GuD-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 800 Megawatt. Dazu Asbjørn Grundt:

„Die Erweiterung unserer Kraftwerkskapazität ist ein wichtiges strategisches Ziel. Gas- und Dampfturbinen-kraftwerke sind emissionsarm und eigenen sich aufgrund ihrer Flexibilität ideal dazu Schwankungen, die bei der Erzeugung von erneuerbarer Energie wie z.B. bei Windkraftproduktion entstehen, auszugleichen. Erdgasstrom ist daher eine wichtige Technologie beim Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland und Europa.“

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