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Smart Home kommt schneller als Smart Grid

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Während der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik VDE e.V. den Smart-Grid Weltgipfel im Herbst in Berlin plant, zeigt sich Claudia Häpp, Projektleiterin Smart Home bei BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, im Beiträge für BIZZ energy today davon überzeugt, dass sich Smart Grid-Technologien nicht vor 2015 am Markt durchsetzen werden. Das intelligente und vernetzte Haus – das Smart Home – wird dagegen früher marktreif werden, so Häpp, die uns von CleanThinking.de vor einem Jahr ein Interview zum Thema gegeben hatte.

Cleantech und Smart Home Magazin / München. Kommunizierende Haushaltsgeräte und App-gesteuerte Waschmaschinen: Steht das Smart Home vor dem Durchbruch? Nein, erstmal nicht, lautet die Antwort auf die Frage des Monats, die BIZZ energy today der Projektleiterin Smart Home Claudia Häpp gestellt hat. Smart-Grid-fähige Technologien in Haushaltsgeräten biete man derzeit bewusst nicht an, weil der Markt noch nicht reif sei. „Auf dem Weg zu Smart Grid besteht weiterhin Handlungsbedarf“, so Häpp im Ein-Fragen-Interview.

Häpp: Energieversorger bei Smart Grid am Zug

Dabei sieht Claudia Häpp insbesondere die Energieversorger am Zug, die bislang keine zeit- und lastvariablen Tarife anböten. „Außerdem ist die bisher mangelnde Koordination einheitlicher Schnittstellen für eine sparsame und effiziente Energienutzung ein Problem, das die Durchsetzung bei den Haushaltsgeräten verzögert“, findet Häpp. Vor 2015 werde sich demnach beim Smart Grid in der Breite nichts tun. Häpp: „Die Energieeffizienz der Hausgeräte ist für uns nach wie vor der wesentlich größere Hebel für eine echte Ressourcen-Einsparung. Vernetzte Hausgeräte sind für die BSH ein Servicethema.“

Connectivity sei die Basistechnologie – die Ausstattung der Geräte mit einer Datenschnittstelle, die die Vernetzung innerhalb des Hauses und nach außen möglich mache. Hier gehe es nicht darum, ein Hausgerät von unterwegs per Smart Phone oder Tablet an- und auszuschalten. Es stehe nicht das technisch Machbare im Vordergrund sondern ganzheitliche Lösungen, die sich am Kundennutzen orientierten. „Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema „Vernetzung“ und „Smartes Haus“ schneller voranschreitet als die Entwicklung im Bereich Smart Grid“, so Häpp abschließend.

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1 Kommentar
  1. Wesentlich für die Durchsetzung von SmartHome Anwendungen ist eine einheitliche zusammenfassende Anwendungsbeschreibung der Bereiche Sicherheit, Energieeffizienz, Komfort und HomeCare. Die Immobilienwirtschaft ist gefordert, dies standardmässig bei Renovierung, Sanierung und vor allem bei Neubau umzusetzen. Siehe auch hier den albis.standard: http://albis.ag/albis-standard.html

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