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Solar-Pionier Conergy auf gutem Weg aus der Krise

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Die deutsche und globale Solarbranche ist weiter im Negativ-Sog der bekannten Entwicklungen. Auch im Jahr 2012 reduzierte der starke Preisdruck die Preise für Photovoltaikmodule um 40 Prozent. Pikanterweise ist es mit Conergy nun ein Unternehmen, das besonders früh in die Krise geriet, das nun recht hoffnungsvolle Signale sendet, aus dieser perspektivisch herauszukommen. Dennoch erwirtschaftete Conergy ein negatives EBITDA von -69 Mio. Euro im Jahr 2012. Der Netto-Cashflow war mit 8,2 Millionen Euro aber positiv. Mehr dazu wo die Reise des Hamburger Solarunternehmens hingeht, im folgenden Beitrag.

Cleantech, Solar News / Hamburg. Conergy hat im abgelaufenen Jahr bei einer Reduktion des Absatzvolumens auf 370 Megawatt (minus sechs Prozent) einen Umsatz von 473,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das teilte das Hamburger Solarunternehmen jetzt in einer Pressemitteilung mit. „Unser Ziel für 2013 ist ein leicht positives operatives EBITDA“, gibt Conergy CEO Dr. Philip Comberg die klare Richtung vor. Dabei profitiert Conergy bei insgesamt gleichbleibendem europäischen Geschäft besonders von der positiven Entwicklung in Griechenland (Absatzvolumen +36 Prozent) und Italien (Absatzvolumen +11 Prozent).

Diesen erfreulichen Absatzsteigerungen in einigen wichtigen Kernmärkten standen Nachfrageschwächen in anderen Ländern gegenüber, wie beispielsweise Deutschland. Aufgrund der anhaltenden Förderdiskussion ging hierzulande der Absatz um rund 14 Prozent zurück. In Asien setze Conergy fast gleichbleibende Mengen ab, obwohl sich Großprojekte in Thailand in das laufende Geschäftsjahr erstrecken und teilweise im 1. Quartal 2013 fertig gestellt werden. In dem für das Unternehmen wichtigen Projektmarkt in Thailand erzielte Conergy auch 2012 ein Wachstum von mehr als 100 Prozent, unter anderem durch einen Großauftrag von einem Kunden, für den Conergy inzwischen Großkraftwerke mit insgesamt über 50 Megawatt realisiert. Im wichtigen US-amerikanischen Wachstumsmarkt erhöhte Conergy sein Absatzvolumen um 37%.

Das operative Ergebnis von Conergy vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf -69,0 Mio. Euro (2011: -80,3 Mio. Euro). Trotz einiger wesentlicher Sondereffekte bedeutete dies eine Verbesserung um 11,3 Mio. Euro beziehungsweise um 14%. Seinen EBIT-Verlust hat Conergy um mehr als die Hälfte reduziert: Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -83,8 Mio. Euro (2011: -179,0 Mio. Euro) – allerdings belasteten im Vorjahreszeitraum hohe Einmaleffekte das EBIT aufgrund der Neuausrichtung der Modulfabrik in Frankfurt (Oder) und damit verbundenen Abschreibungen auf Wafer- und Zelllinien.

Im Jahresvergleich reduzierte Conergy den operativen Fehlbetrag. Diese positive Entwicklung zeigt sich auch beim Konzernergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen. Damit verringerte Conergy seine Verluste um rund 40% auf -99,0 Mio. Euro (2011: -164,5 Mio. Euro).

Für das Jahr 2013 strebt das Unternehmen die weitere Verbesserung wesentlicher Kennzahlen an. So erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr wieder einen steigenden Umsatz zwischen € 650 und 750 Mio. sowie ein leicht positives EBITDA. Wie bereits in der Vergangenheit liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Erwirtschaftung eines positiven operativen Cashflows.

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