Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Solar Studie: PV-Strom ab 2013 voll wettbewerbsfähig?

5 23

EPIA European Photovoltaic Industry AssociationSolar News / Hamburg, Belgien. Einer Studie der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) zufolge kann PV-Strom in einigen europäischen Strommärkten ab 2013 voll wettbewerbsfähig sein. Bis 2020 soll Photovoltaik sogar in ganz Europa, gemessen an den realen PV-Stromerzeugungskosten, konkurrenzfähig zu konventionellen Energieressourcen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt sieht die EPIA ein Potenzial an Kostenreduzierungen bei PV-Modulen von bis zu 50 Prozent.

Grundlage der Studie ist eine Analyse der fünf bedeutenden europäischen Strommärkte (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien), die unter Mithilfe des Consulting Unternehmens A.T. Kearney durchgeführt wurde. In dem Zukunftsszenario wurde dabei unterstrichen, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen und Marktverzerrungen beseitigt werden müssen. Unter diesen Voraussetzungen sieht der Verband Photovoltaik als voll wettbewerbsfähigen Teil am Energie-Mix. Die Studie stellte die EPIA im Rahmen der EU PVSEC 2011 in Hamburg vor.

(Quelle: iwr.de)

Das könnte dir auch gefallen
% S Kommentare
  1. Robert sagt

    Trends werden erzeugt! Da steht Politik und dahinter wiederum die Industrie . Der PV wirdzu viel Bedeutung zugemessen. Nicht falsch verstehen – Sie wird ein wichtiger Bestandteil der Zukunft sein, aber eben nur ein Teil. Leider hat der Wirbel um die PV die Thermieanlage ins Abseits gedrängt. Dabei kann einer richtig dimensionierten und ausgeführten Thermieanlage am Stand der Technik die best-subventionierte PV-Anlage nicht „den Ertrag“ reichen. Freilich bekommt man anfangs mehr, wenn der Ökostromtarif mehr als das Doppelte des üblichen Preises ausmacht (Österreich)! aber dann nach den 12 Jahren holt die Thermieanlage wieder rasant auf, und überholt noch weit vor Ablauf der Lebensdauer!
    Was daran für die großen nicht so interessant ist: Die Thermieanlage ist ein System, das der Bürger eigenständig betreibt. Eine PV Anlage hängt am Netz. Und wird die Entwicklung immer von der gesamten Energieentwicklung abhängen!
    Der PV-Strom ist auch jetzt noch relativ gut vergütbar solange er einen geringen Anteil an der gesammten Energie hat. Mit zunehmendem Anteil wird die unregelmäßige Angebots-Bedarfssituation den PV-Stromertrag aber schwerer verwertbar machen. Und so wird sich das Thema einpendeln:
    PV-Strom max. in der Leistungsgröße von 75% der Eigenverbrauchsmöglichkeit
    zB: Haushaltsbedarf / Jahr 3500 kWh,
    davon ca. 65% des Jahresverbrauchs zu Tageszeiten
    davon 75% durch Eigenleistung = 1700 kWh
    ergibt eine 1,7 kWp-Anlage.
    Diese Anlage wird immer einen sehr hohen Selbstverbrauchswert haben, und ich mache das Geschäft mit dem Strompreismarkt mit. Je größer die Anlage dimensioniert wird, umso schlechter wird die Eigenverbrauchsquote (=höhere Netzabhängikeit)
    Zuvor aber besser noch eine Solar-Thermieanlage, welche mit einem Kosten-Äquivalent weit bessere Erträge liefert. Hier muss man die Erträge noch insofern einer Kostenwahrheit zuführen, als man fairer Weise Kostenanteile für die Warmwasserbereitung (Boiler + Komponenten und Einbau) und Heizungsoptimierung (besserer Jahreswirkungsgrad, weniger Takt-Schaltungen, Lebensdauererhöhung bis 25% etc..) wegrechnen muss. Diese Kosten würden ja ohne Anlage auch entstehen. Freilich ist es ein Unterschied ob die Anlage im Rahmen eines Neubaus geplant wird, oder 3 Jahre nach Betriebnahme einer Heizungsanlage. Aber das läßt sich kostenmäßich einfach darstellen.

    Mein Fazit: PV ist richtig und wichtig! Aber trotzdem hinter die Kulissen schauen, und den Gesamtüberblick nicht verlieren. Wer ehrlich rechnet (dazu muss man nicht nur rechnen können, sonder die richtigen Informationen haben) fährt am besten!

  2. Thomas sagt

    In Australien ist im September 2011 erstmals die GridParity eingetreten, ab sofort kostet dort nicht subventionierter Solarstrom gleich viel wie Strom aus Kohlekraftwerken:
    http://www.solarideen.net/2011/09/08/grid-parity-in-australien/

    1. K.Buschmann sagt

      >> In Australien ist im September 2011 erstmals die GridParity eingetreten, ab sofort kostet dort nicht subventionierter Solarstrom gleich viel wie Strom aus Kohlekraftwerken

      Grid Parity bedeutet (leider noch lange) nicht, dass „nicht sobventionierter Solarstrom gleich viel wie Strom aus Kohlekraftwerken“ kostet. Es bedeutet nur, dass man an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit Strom günstiger mit (in diesem Fall) PV erzeugen als aus dem Netz entnehmen kann.

  3. K.Buschmann sagt

    Würde mich auch wundern (hier übrigens der Link dazu):

    http://www2.epia.org/documents/CITES/Competing_Full_Report.pdf

    Angesichts der den Berechnungen zu Grunde liegenden Annahmen MUSS die von der epia definierte Grid Parity sogar eintreten, denn:

    1.) geht sie davon aus, dass weiterhin subventioniert wird und
    2.) rechnet sie die Erträge aus PV Anlagen in „savings“ gemessen am Netzstrom (der die Subventionen aus (1) vollständig beinhaltet) und Einspeisungen zu Peak-Kosten gemessen an den Gestehungskosten aus CCGT Anlagen – völlig die Tatsache ignorierend, dass letztere zwar tatsächlich vorwiegend tagsüber im Einsatz sind, ihre Rolle in den Netzen aber durch PV logischerweise niemals ersetzt werden kann.

    In der epia Gleichung kann man alles wegkürzen – und was am Ende übrig bleibt ist, dass der PV Strom gegen die Kosten gerechnet wird, die er selbst verursacht. Dafür muss man nicht bis 2020 warten. Das geht schon seit es das EEG gibt – und ganz bestimmt hätte man für diese Erkenntnis keine 30seitige Publikation anfertigen müssen.

  4. Leon sagt

    Würde mich wundern, wenn die Studie nicht wahr wird. Heute findet man schon viele Photovoltaik Anlagen, wieso sollte der Trend nicht weitergehen.

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More