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Solarfolien ermöglichen getönte Fensterscheiben zur Energiegewinnung

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Cleantech-Unternehmen Heliatek zeigt entsprechende Konzept-Studie auf der Intersolar Europe in MünchenCleantech & Energie News / Dresden, München. Die Heliatek GmbH, Technologieführer für organische Photovoltaik (OPV) und Dresdner Cleantech-Unternehmen, gab jetzt bekannt, dass ihre transparenten Solarfolien in Isolierglasfenster integriert werden können. Diese Fenster gleichen getöntem Glas, da die Solarfolien aufgrund des einzigartigen Fertigungsverfahrens mittels Vakuumdeposi-tion vollkommen homogen beschichtet werden und somit keine störenden Raster oder Ungleichmäßigkeiten entstehen.

Gemeinsam mit Glasanbietern und Gebäudematerialherstellern arbeitet Heliatek zurzeit daran, seine Solarfolien in ver-schiedene Baumaterialien zu integrieren. Vor einigen Monaten gab Heliatek die Zusammenarbeit mit der Firma RECKLI, einem weltweit führenden Hersteller von elastischen Matrizen für Beton, bekannt. Das Ziel der gemeinsamen Produktentwicklung ist die Integration der Solarzellen in Betonfassaden. Mit Hilfe dieser Anwendung sollen Gebäudehüllen aus Beton zur Gewinnung von Solarstrom genutzt werden, ohne dass zusätzliche Tragekonstruk-tionen oder Kühlmechanismen notwendig werden. Eine erste Konzeptstudie dieser Anwendung wird von Heliatek auf der Intersolar Europe in München vom 13.-15. Juni 2012 auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen in Halle A6, Stand 160 präsentiert.

Die ultra-dünnen Solarfolien von Heliatek eignen sich perfekt für die Integration zwischen Glas. Der Transparenzgrad und die Farbe können individuell an Kunden-anforderungen angepasst werden. Messungen von SGS, einem akkreditierten und unabhängigen Testinstitut, haben bestätigt, dass Heliateks Laborzellen bei einer Transparenz von 23,5 % noch eine Effizienz von 7 % liefern. Das Unternehmen kann in seinem Entwicklungslabor in Dresden derzeit Zellen mit einer Transparenz von bis zu 40 % produzieren. Man rechnet damit, diesen Transparenzgrad bis zur Marktein-führung der transparenten Solarfolien und mit dem Start der nächsten Produktionslinie 2014 auf 50 % zu steigern. Mit transparenten Solarfolien kann Bauglas zur Energiegewinnung genutzt werden ohne das Gebäudedesign zu stören.

Frühere Messungen von SGS haben außerdem das ausgezeichnete Schwachlicht- und Temperaturverhalten der Heliatek Zellen im Vergleich zu konventionellen Solar-technologien bestätigt. Bei einer Einstrahlung von nur 100 W/m² liegt die Effizienz um 15 % höher als die gemessene Standardeffizienz bei 1.000 W/m² Einstrahlung. Im Ge-gensatz zu traditionellen Solartechnologien, deren Effizienz bei erhöhten Tempera-turen um 15 bis 20 % sinkt, bleibt die Zelleffizienz der organischen Solarfolien von Heliatek voll erhalten.

Der Schlüssel für Heliateks Erfolg liegt in der Molekülfamilie der organischen Oligomere – kleine Moleküle – die im eigenen Labor in Ulm entwickelt und synthetisiert werden. Heliatek ist das weltweit einzige Solarunternehmen, das sich auf die Vakuumabscheidung von kleinen Molekülen in einem Rolle-zu-Rolle-Prozess bei niedrigen Temperaturen spezialisiert hat. Die Tandemsolarzellen bestehen aus hauchdünnen Schichten, die über eine sehr hohe Präzision und Homogenität verfügen.

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