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Solarindustrie in Taiwan: Auf dem Weg an die Weltspitze

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Photovoltaik / Taiwan. Taiwan verfügt über eine etablierte Photovoltaikindustrie, die sich von der Produktion von Wafern sowie Zellen und Modulen bis hin zur Entwicklung kompletter PV-Systeme erstreckt. Innerhalb des gesamten PV-Marktes entwickelte sich der Sektor für PV-Zellen am erfreulichsten. Hier wuchs im Jahr 2010 die taiwanesische Produktion um mehr als 80 Prozent auf insgesamt 3,5 Gigawatt; dies ist der zweithöchste Produktionszuwachs weltweit.

Aktuell kommen zwei der zehn weltweit größten Hersteller von Photovoltaik-Modulen aus Taiwan. Das Unternehmen Motech Industries rangiert auf Platz 7 und die Gintech Energy Corporation auf Platz 9 der international geführten Liste. Damit entwickelt sich Taiwan zu einem der wichtigsten PV-Fertigungsstandorte weltweit.

Taiwanesische Solarindustrie strebt auf deutschen Markt

TAITRA MünchenWährend sich die taiwanesische Solarindustrie bislang auf den asiatischen Kontinent konzentriert hat, will sie nun auch vermehrt den deutschen Markt erobern. Unterstützung bekommt sie dabei vom Taiwan External Trade Development Council (TAITRA). Das Gremium wurde 1970 gegründet, um Taiwans Außenhandel und Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten zu unterstützen. TAITRA wird gemeinsam von der Regierung und Wirtschaftsverbänden Taiwans unterstützt und ist weltweiter Zugang für die internationale Wirtschaft.

Inventec Solar auf der Intersolar
Inventec Solar auf der Intersolar

Die Inventec Solar Energy Corporation ist ein im Jahr 2010 von der Inventec Group gegründetes CleanTech-Unternehmen. Präsident Harry Hsieh ist zuversichtlich, „in zehn bis 20 Jahren Solarenergie zu erschwinglichen Preisen in jeden Haushalt zu bringen“. Ende 2011 will das Unternehmen mit der Massenproduktion in einer Größenordnung von 300 Megawatt Leistung beginnen, eine signifikante Steigerung gegenüber 180 Megawatt im vergangenen Jahr, und diese im Jahr 2012 auf 1,2 Gigawatt vervierfachen. Zu den Leistungsmerkmalen der Inventec-Produkte zählen der hohe Qualitätsstandard, die Kosten-Effizienz und der Wirkungsgrad. Noch exportiert das Unternehmen mehr als die Hälfte seiner Produkte nach China, 40 Prozent werden im eigenen Markt abgesetzt. Ab 2012 plant das Unternehmen laut Hsieh, sich auch dem italienischen und deutschen PV-Markt zuzuwenden.

Absenkung der Einspeisetarife in Europa erschwert Markteintritt

Sun Well Solar Corporation
Sun Well Solar Corporation

Die Sun Well Corporation hat sich auf die Produktion von Dünnschicht-Silizium-PV-Modulen spezialisiert. Die Produktionskapazität des 2007 gegründeten Unternehmens beträgt 45 Megawatt pro Jahr. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 190 Mitarbeiter. Wie Sales Manager Danny Huang erläutert, exportiert das Unternehmen vor allen Dingen in asiatische Nachbarländer, darunter Indien, Thailand und die Philippinen.

In Vietnam hat Sun Well jüngst die erste Solaranlage des Landes in Betrieb genommen. Huang betont, sein Unternehmen würde nur allzu gern verstärkt auch den europäischen Markt bedienen, aber „die Absenkung der Einspeisetarife sowohl in Italien als auch in Deutschland machen uns den Markteintritt schwer.“

Sunner Solar Corporation
Sunner Solar Corporation

Die Sunner Solar Corporation, die ebenfalls 2007 gegründet wurde, verfügt über eine zehnjährige Erfahrung und mit der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Dünnschicht-Produkten. Thomas Shyu, Project Manager im Unternehmen, erklärt, Sunner Solar arbeite mit Hochdruck an der Entwicklung der nächsten Generation von kostengünstigen, hocheffizienten Solarzellen mit bis zu 1.400 Watt Leistung.

Erfahrung in Chip- und Halbleiterindustrie

Durch die Erfahrung in der Chip- und Halbleiterindustrie hat Taiwan exzellente Voraussetzungen, um in Zukunft eine noch größere Rolle auf dem PV-Weltmarkt spielen zu können. Angesichts der großen Kapazitäten dort – die genannten Unternehmen sind nur Beispiele von vielen – ist auch nicht auszuschließen, dass deutsche Produzenten in Zukunft in Taiwan herstellen werden. Die Verlagerung der Produktion von Q-Cells nach Malaysia zeigt auf, welchen Weg deutsche Hersteller in Zukunft gehen werden. Der Markt- und Preisdruck wird weiter zunehmen.

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