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SolarWorld vergibt Einstein-Award an Muhammad Yunus, Erfinder der Mikrokredite

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Die SolarWorld AG ehrt in diesem Jahr den Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus mit dem SolarWorld Einstein-Award 2010. Der Professor für Ökonomie aus Bangladesch und Gründer der „Grameen Bank“ wird damit für sein bahnbrechendes Konzept der Mikrokredite für Arme ausgezeichnet, mit Hilfe derer weltweit zahllose Menschen den Sprung aus der Armut geschafft haben. Die Mikrokredite ermöglichten bis heute unter anderem die Installation von über 400.000 kleinen Solarstromsystemen, die die Energieversorgung der Menschen in den netzfernen, ländlichen Regionen von Bangladesch sicherstellen.

Ausgehend von den Mikrokrediten, die seit 1983 von den Banken der Grameen Family vergeben werden, entwickelte Yunus das Konzept des „Social Business“, welches inzwischen weltweit verwirklicht wird. Dieser Unternehmenstyp dient nicht der Profitmaximierung und dem Erwirtschaften von Dividenden, sondern der Lösung sozialer und ökologischer Probleme.

„Professor Yunus steht für ein radikal neues Denken der Wirtschaft und des Bankwesens. Er hat das Potential der ärmsten dieser Welt erkannt, die sich mit einem kleinen Startguthaben, viel Kreativität und der Sonne als Energiequelle eine menschenwürdige Existenz aufbauen können. Das ist mehr als beispielhaft“, erklärt Dr. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.

Die „Social Business“-Unternehmen stellen Technologien für sauberes Trinkwasser, erschwingliche Medikamente oder preiswerte, saubere Energie zur Verfügung. Das Non-Profit-Unternehmen „Grameen Shakti“ (GS) ist ein solches „Social Business“, das sich seit dem Gründungsjahr 1996 der Energieversorgung netzferner, ländlicher Regionen Bangladeschs verschrieben hat. Den betroffenen Menschen werden zum Beispiel kleine Off-grid Solarstromanlagen mit Unterstützung von Mikrokrediten angeboten.

Prof. Yunus PorträtDank dieser sauberen Energie können die Menschen auch nach Einbruch der Dunkelheit arbeiten, Kinder für die Schule lernen und Maschinen, Radios und Handys mit Strom versorgt werden. Gleichzeitig wird die von Kerosinlampen ausgehende Klima- und Gesundheitsbelastung reduziert. Für die Installation und Wartung der Anlagen wurden Tausende Frauen ausgebildet, die damit ein sicheres Einkommen haben. Aufgrund der eingesparten Kerosinkosten sind die Anlagenbesitzer in der Lage, die Kredite innerhalb von zwei bis drei Jahren abzuzahlen. Ziel von GS ist, eine Million Solarstromsysteme bis 2015 zu installieren.

Der SolarWorld Einstein-Award 2010 wird anlässlich der 25. Europäischen Photovoltaikkonferenz am 6. September 2010 im spanischen Valencia verliehen.

Weitere Informationen unter www.einstein-award.de.

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