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Solytic: Energieversorger investieren in Cleantech-Startup, das den Betrieb von PV-Anlagen optimiert

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Dazu setzt das junge Cleantech-Unternehmen Solytic auf Künstliche Intelligenz und hat bereits 100.000 Anlagen im Portfolio.

Vattenfall und EWE sind nach wie vor zwei schwergewichtige Energieversorger in Deutschland bzw. Europa. Jetzt haben die Schweden ihren Anteil am Cleantech-Startup Solytic ausgebaut – und die Norddeutschen sind neu eingestiegen. Solytic ist ein Digital-Unternehmen, das mithilfe künstlicher Intelligenz den Betrieb von Photovoltaikanlagen optimiert.

Mit 100.000 Anlagen steuert das Unternehmen bereits 2 Gigawatt Kapazität – durch das Investment von Vattenfall und EWE will Solytic nun kräftig wachsen. Neben den strategisch orientierten VC-Investoren haben sich auch einige Business Angels an der zweiten Finanzierungsrunde beteiligt. Ins Unternehmen fließt ein „mittlerer siebenstelliger Betrag“ – es ist also von vier bis sechs Millionen Euro frischem Kapital auszugehen.

Solytic startete im Herbst 2017 mit der Idee, die Überwachung von PV-Anlagen zu digitalisieren. Seitdem ist das Team auf 25 Köpfe gewachsen – und arbeitet an der digitalen Solar-Plattform. Bis 2023 will das Startup eine Million PV-Anlagen betreuen – und sich noch internationaler aufstellen. Die jetzt zur Verfügung stehenden Finanzmittel sollen dementsprechend in die weitere Produktentwicklung, eine Ausweitung des Angebots auf dem hauseigenen Marktplatz, sowie verstärkte Marketing- und Vertriebsaktivitäten investiert werden.

Solytic ist nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen, das in einer rein Software-basierten Lösung die Daten von PV-Anlagen nutzt, um zeitnah und durch eine optimierte Performance die Amortisation zu beschleunigen und somit die Gewinnschwelle solcher Anlagen schneller zu erreichen. Die von Solytic entwickelte Software setzt auf künstliche Intelligenz, um über die Analyse der vorhandenen Daten den Betrieb von Solaranlagen zu optimieren. So werden Schwachstellen einer Anlage frühzeitig erkannt, die Wartung verbessert, Reparaturkosten gesenkt und insgesamt die Betriebsführung automatisiert. 

„Im Bereich Solar sehen wir deutliches Wachstumspotenzial. Der wirtschaftliche Erfolg hängt jedoch davon ab, erneuerbare Anlagen so kosteneffektiv wie möglich zu errichten und datengestützt zu betreiben. Deshalb ist die Beteiligung an einem Unternehmen wie Solytic, das klar auf digitale Services in diesem Zukunftsbereich ausgerichtet ist, für Vattenfall ein sehr sinnvolles Investment.“

Gunnar Groebler, Senior Vice President bei Vattenfall

Aktuell amortisieren sich PV-Anlagen nach acht bis 15 Jahren. Hier sieht das Cleantech-Startup Solytic erhebliche und noch ungenutzte Potenziale. Damit die Energiewende an Fahrt aufnehmen kann, müssen die Kosten bei der Erzeugung von Solarstrom weiter fallen. 

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