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Spatenstich für Kunststoff-Öl-Recyclinganlage

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Spatenstich für Kunststoff-Öl-Recyclinganlage

Cleantech, Energiewende News / Mannheim. Im Mannheimer Rheinhafen entsteht eine interessante Technologie der Energiewende im Sinne von Ressourceneffizienz: Die erste Kunststoff-Öl-Recycling-Anlage Deutschlands. In der Anlage werden 1.000 kg Plastikmüll in 850 Liter Heizöl verwandelt. Finanziert wurde die Recyclinganlage über den Öko-Energie Umweltfonds 1″ des Bremer Emissionshauses Ventafonds. Anleger haben die Chance, an der Verwertung eines innovativen, umweltgerechten und technisch bahnbrechenden Energieträgers zu partizipieren. Am ersten Spatenstich für die Kunststoff-Öl-Recyclinganlage nahmen am heutigen Sonntag rund 150 geladene Gäste teil.

So funktioniert die Technologie

Sie vollzogen den ersten Spatenstich von Deutschlands erster Kunststoff-Öl-Recyclinganlage, die im Mannheimer Rheinau-Hafen errichtet wird: FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Birgit Reinemund, Oskar Edler von Schickh, Geschäftsführer des Bremer Emissionshauses Ventafonds, Eberhardt Nill, Geschäftsführer der Nill-Tech GmbH, Finanzjournalist Hermann Kutzer, Publizist und Querdenker Dr. Franz Alt sowie Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim (vlnr) (Quelle: obs/Ventafonds)

Aus Kunststoff-Abfällen wird durch eine SYNTROL®-Thermolyse ein vielseitig einsetzbarer, flüssiger Energieträger produziert. Dazu wird ein weltweit neuartiges, im Industriemaßstab erprobtes und teils patentiertes Verfahren angewandt. Der Vorteil dieser Technik ist, dass aus verschiedenen organischen Stoffen ein Öl – vergleichbar mit Heizöl nach DIN 51603-1 – hergestellt wird, das einen energetischen Wirkungsgrad von ca. 90 Prozent hat.Die erste kommerzielle Pilotanlage im Industriemaßstab ist in der Schweiz seit 2005 in Betrieb.

Von dem jährlich anfallenden Müll, in Deutschland derzeit etwa 300 bis 500 kg pro Person, sind 10 bis 15 % Kunststoffabfälle. Rund 18 Mio. t Kunststoffe produziert die deutsche Industrie pro Jahr. Davon gelangen insgesamt etwa 4,5 Mio. t in das deutsche Wertstoffrecycling. „Mit dieser Menge könnten wir mit unserer Technik theoretisch drei bis fünf Prozent des deutschen Rohölimports abdecken“, ist sich von Schickh sicher. Das sei doch eine verlockende Aussicht in Zeiten ständig steigender Ölpreise.

Die Erträge für ein Investment in die Kunststoff-Öl-Recyclinganlage sind laut Fondsinitiator Ventafonds selbst bei konservativster Annahme attraktiv zweistellig. Ausschüttungen von anfänglich 14 Prozent bei nur 0,49 Euro kalkuliertem Verkaufspreis – aktuell liegt der zugrunde gelegte Gasölpreis bei fast 0,80 Euro pro Liter – lassen einen deutlichen Mehrertrag erwarten.

Als Abnehmer der geplanten Syntrol-Anlagen im Mannheimer Rheinau-Hafen kommen die Wohnungswirtschaft, Heizkraftwerke und Zementwerke in Betracht. Hinzu kommen Hersteller, die das Produktöl als Vorprodukt nutzen. Sorgen über zu wenig anfallenden Müll müssten sich die zukünftigen Anlagenbetreiber dabei nicht machen, der Bedarf sei gedeckt. Dann schon eher die Recyclingunternehmen, die Kunststoffe werkstofflich verwerten.

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1 Kommentar
  1. Beisswenger sagt

    [Anm. der Redaktion: Der Kommentar bezieht sich hierauf (https://www.cleanthinking.de/enbw-sieht-potenzial-fur-13-pumspeicherwerke-in-baden-wurttemberg/28368/) und wurde daher verschoben]

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