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SPD in Gütersloh will Balkonkraftwerke fördern

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SPD-Politiker bringen Antrag zur Förderung von Stecker-Solar-Anlagen in Umweltausschuss der Stadt Gütersloh ein.

Nach Jahren des Widerstands und der Ignoranz entdeckt die Politik die Möglichkeit für jedermann, an der Energiewende zu partizipieren. Die SPD in Gütersloh hat jetzt einen interessanten Vorstoß gewagt und einen Antrag in den Umweltausschuss eingebracht, mit dem sogenannte Balkonkraftwerke gefördert werden sollen. Zunächst in einer Pilotphase 125 Solaranlagen für den Balkon mit jeweils 200 Euro – anschließend in einem umfangreicheren Förderprojekt.

Kürzlich hatte die Bürgerinitiative Energiewende Gütersloh die steckerfertigen Solaranlagen präsentiert. Jetzt hat die SPD in Person ihres umweltpolitischen Sprechers Dr. Thomas Krümpelmann und des Bürgermeisterkandidaten Volker Richter das Thema aufgegriffen und als Antrag in den Umweltausschuss eingebracht. Dort soll dem Vernehmen nach in etwa zwei Wochen über den Vorstoß für mehr Bürger-Energiewende beraten werden.

Dass eine solche kommunale Förderung von Stecker-Solar-Geräten möglich, sinnvoll und erfolgreich ist, beweist die Stadt Freiburg, in der diese Module seit dem 01.09.2019 mit 200 Euro gefördert werden. Wir sollten auch in der Stadt Gütersloh eine Start- und Erprobungsphase für dieses Projekt durchführen.

Volker Richter, SPD-Bürgermeisterkandidat in Gütersloh

Ein Pilot-Förderprogramm könnte einen Umfang von 25.000 Euro haben, würde also zu einer Unterstützung von 125 Balkon-Solarmodulen führen. Diese Module zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkt am Balkon befestigt werden können und die erzeugte Energie per Schuko-Stecker direkt ins Stromnetz des Haushalts oder der Wohnung einspeisen. Dort wird die Energie dann von Energieverbrauchern genutzt.

Es ist die beste Möglichkeit für Mieter mit kleineren Wohnungen ebenfalls an der Energiewende zu partizipieren und Stromkosten zu senken. Vorteil ist, dass die Energie, die vor Ort verbraucht wird, auch direkt vor Ort produziert wird. Dadurch werden Transport- und Spannungsverluste vermieden und die Netze entlastet.

Je kürzer der Weg einer Kilowattsttunde elektrische Energie bis zum Verbraucher ist, umso effizienter kann ihre Nutzung letztlich sein. In Gütersloh gab es bereits vor Jahren die ersten Initiativen von Mehrfamilienhaus-Besitzern, entsprechende Balkone mit Solaranlagen auszustatten. Bislang hat sich das oben im Bild gezeigte Vorhaben aber nicht flächendeckend durchgesetzt. Mit politischer Unterstützung könnte sich das nun ändern.

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