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Evelozcity: Ehemaliger Faraday Future Finanzchef gründet eigenes Elektroauto-Startup

Früherer CFO von Deutsche Bank und BMW-Manager gründet Cleantech-Startup Evelozcity nach kurzem Engagement bei Faraday Future / Elektroauto-Startup FF offenbar mit großer Finanzierungsrunde

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Wir berichten auf CleanThinking ständig über Cleantech-Startups, die mit innovativen Technologien auf den Markt drängen und die Digitalisierung der Energiewende realisieren oder die Energieeffizienz verbessern wollen. Über Cleantech-Startups, deren Webseite noch kaum Botschaften enthält, berichten wir allerdings relativ selten. Heute ist es mal soweit. Evelozcity heißt das Cleantech-Unternehmen, das ein Elektroauto entwickeln wird.

Elektroauto News / 22.12.2107. Besonderheit von Evelozcity ist: Der Gründer sollte zuletzt die Finanzen des einstmals gehypten Elektroauto-Startups Faraday Future sortieren. Die gefundenen Investoren scheint er aber nun von seiner eigenen Gründung überzeugt zu haben. Der Manager hört auf den Namen Stefan Krause, ist Deutsch-Kolumbianer und hat weitere ehemalige Manager und Mitarbeiter von Faraday Future mitgenommen (Head Designer Richard Kim, Vehicle Line Leader Bill Strickland und Vehicle Engineering Leader Sohel Merchant).

Faraday Future auf dem Weg aus der Krise?

Elektroauto FFZERO1 von Faraday Future, 2016
FFZERO1 – im Januar 2016 vorgestelltes Elektroauto von Faraday Future

Faraday Future selbst ist in finanzielle Schieflage geraten. Investor Jia Yueting steht nach einem Bericht von electrek.co unter starkem finanziellen Druck, hat sein chinesisches Unternehmen verlassen und nun die Kontrolle beim Elektroauto-Startup Faraday Future in die Hände genommen.

Mit Stefan Krause, dem früheren Finanzchef der Deutschen Bank, gab es offenbar ein nachhaltiges Zerwürfnis, weil die Investoren Jia Yueting aus der operativen Kontrolle heraushalten wollten. FF prüft nach dem Bericht von electrek rechtliche Schritte gegen Krause.

Unterdessen gibt es die Meldung (The Verge berichtet mehr Details), Faraday Future habe nun durch den Verkauf von Geschäftsanteilen eine Milliarde US-Dollar eingesammelt, was die Finanzprobleme des Elektroauto-Unternehmens für längere Zeit beheben dürfte. Eine offizielle Bestätigung für diese große Finanzierungsrunde gibt es bislang aber nicht. Auszuschließen ist es aber nicht, weil der Markt für Venture Capital für chinesische Elektroauto-Startups geradezu exzellent zu sein scheint.

Evelozcity entwickelt und designt vernetztes Elektroauto

Die Investoren haben nun ein neues Objekt der Begierde: Evelozcity. Und wie könnte es in diesen Tagen anders sein – eine Vision vom Elektroauto als „Mobility Device“ gibt es bereits: „Design, develop and deliver the most competitive, capable, connected and clean mobility device for the next generation“ steht auf der Webseite des Cleantech-Startups.

Es wird spannend zu sehen, was aus dem Vorhaben von Stefan Krause in den kommenden Monaten werden wird. Reichlich Stellenangebote finden sich auf der Webseite von Evelozcity bereits. Wer heutzutage Ahnung von Auto-Design hat und räumlich flexibel ist, hat hervorragende Job-Aussichten. Denn auch Byton und andere Elektroauto-Startups suchen händeringend und gleich im Dutzend entsprechende Experten.

Update 28.12.2017: Wie manager-magazin.de berichtet, will Evelozcity ein batterieelektrisches Lieferfahrzeug bauen. Das Elektrofahrzeug soll für Transporte im Innenstadtbereich ausgelegt seien. Dabei plane das Cleantech-Startup große Stückzahlen – weit größer als die DHL mit ihrem Transporter. Das Investoren-Konsortium werde von einem Deutschen angeführt, hieß es weiter.

Die Fahrzeuge sollen selbstfahrend, voll-elektrisch und vernetzt sein, berichtet gruenderszene.de.

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