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Statkraft vernetzt Windparks zu virtuellem Kraftwerk

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Statkraft, Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie und energy & meteo systems, führender Anbieter für Prognosen und virtuelle Kraftwerke, haben im Oktober den ersten intelligenten Windpark Deutschlands vorgestellt. Der küstennahe Pilotwindpark besteht aus 15 Anlagen und kann als erster direktvermarkteter Park stufenlos per Fernsteuerung geregelt werden. Dank einer neu entwickelten Schnittstelle geben die Anlagen in Echtzeit Auskunft über ihre Stromproduktion. Diese kann laufend mit Prognosen abgeglichen und in Sekundenschnelle den Markterfordernissen angepasst werden.

Statkraft schaltet Windparks zu virtuellem Kraftwerk zusammen

Cleantech und Energiewende News / Düsseldorf, Oldenburg. Die Technik wird in allen von Statkraft vermarkteten Anlagen zum Einsatz kommen. Als größter Direktvermarkter Deutschlands bietet das Unternehmen am Strommarkt mehrere Gigawatt an Grünstrom an, der in den Windparks unabhängiger Betreiber produziert wird. Rund 90 Prozent der in Deutschland betriebenen Windenergieanlagen befinden sich nicht im Besitz großer Erzeuger, sondern werden von unabhängigen Windmüllern betrieben.
Sechs Monate haben die Entwicklung und Programmierung der Schnittstelle sowie der Einbau in Anspruch genommen.

Animation Virtuelles Kraftwerk

Der aufgerüstete Windpark wird von einem Vertragspartner Statkrafts betrieben. Das Pilotprojekt ist der erste Meilenstein auf dem Weg zu einer bundesweiten Einführung der neuen Technik in allen von Statkraft vermarkteten Windenergieanlagen. Als Deutschlands größter Direktvermarkter erneuerbarer Energien hat Statkraft mehrere tausend Megawatt an Windenergie unter Vertrag. Ausgestattet mit digitaler Technik können sie als ein riesiges virtuelles Kraftwerk, gesteuert werden, in das mittelfristig auch Solarenergie und Biomasse integriert werden sollen.

Das Virtuelle Kraftwerk von Statkraft im Video

„Als Direktvermarkter ist es Teil unseres Geschäftsmodells, die Windenergie aus den Anlagen unserer Vertragspartner so effizient wie möglich zu vermarkten. Wir wollen möglichst viel produzieren, wenn der Bedarf hoch ist und die Produktion drosseln, wenn ein Überangebot an Strom besteht“, erklärt Stefan-Jörg Göbel, Geschäftsführer der Statkraft Markets GmbH mit Sitz in Düsseldorf. „Der heute vorgestellte Pilot ist ein enorm wichtiger Schritt auf dem Weg zu der immer wieder geforderten höheren Systemverantwortung erneuerbarer Energieträger. Unser virtuelles Windkraftwerk produziert nicht nur, weil gerade viel Wind weht, sondern richtet sich nach der Nachfrage.“

Kosten der Energiewende um Millionen senken

Volkswirtschaftlich schädliche Marktreaktionen, wie die immer häufiger an der Strombörse auftretenden negativen Preise, können so deutlich reduziert und die jährlichen Kosten der Energiewende um Millionenbeträge gesenkt werden.

„Bisher sind Windenergieanlagen in Deutschland blind und stumm“, erklärt Dr. Ulrich Focken, Gründer und Geschäftsführer des Prognosespezialisten energy & meteo systems. „Weder der Windmüller noch der Netzbetreiber weiß, wie viel Windstrom eigentlich gerade produziert wird. Die Daten liegen erst Tage später vor. Unser Pilotpark dagegen kommuniziert in Echtzeit. Unsere Software „Virtuelles Kraftwerk“ eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Integration von erneuerbaren Energien in den Strommarkt, zum Beispiel in den Regelenergiemarkt. Da die Leistung der Anlagen automatisch präzise gedrosselt werden kann, kann das virtuelle Kraftwerk beispielsweise negative Minutenreserven anbieten.“

Mittelfristig sollen auch industrielle Abnehmer und Energiespeicher in das virtuelle Kraftwerk der Zukunft integriert werden. „Wenn entsprechende Speicherlösungen zur Verfügung stehen und eingebunden werden, kann unser virtuelles Kraftwerk im Prinzip das komplette Leistungsspektrum einer fossilen Anlage anbieten“, so Göbel.

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