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Strom und Fernwärme aus Holzhackschnitzeln

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v.l.n.r.: Karl-Heinz Pöverlein, Dr. Thomas Unnerstall (beide Vorstandsmitglieder der N-ERGIE Aktiengesellschaft), Josef Hasler, Alexander Gremm, Norman Villnow, Geschäftsführer der N-ERGIE Kraftwerke GmbH
v.l.n.r.: Karl-Heinz Pöverlein, Dr. Thomas Unnerstall (beide Vorstandsmitglieder der N-ERGIE Aktiengesellschaft), Josef Hasler, Alexander Gremm, Norman Villnow, Geschäftsführer der N-ERGIE Kraftwerke GmbH

Cleantech, Energiewende News / Nürnberg. N-ERGIE hat eine neue Anlage eingeweiht, die auf Basis von Holzhackschnitzeln aus Waldrestholz im Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Strom als auch Fernwärme erzeugt. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage einen Wirkungsgrad von 85 Prozent erreichen. Ursprünglich verfeuerte das Heizkraftwerk Sandreuth Kohle – die Umstellung auf Erdgasfeuerung im Jahr 2005 hatte für Nürnberg einen wesentlichen Beitrag zur Luftreinhaltung. Durch die erneute Modernisierung zum Biomasse-Heizkraftwerk wird das noch weiter verbessert.

Eine Besonderheit ist das Biomasse-Heizkraftwerk allemal: Als eine der ersten Anlagen in Deutschland wird das Biomasse-Heizkraftwerk in ein bestehendes System der Fernwärmeversorgung integriert. Dabei können nochmals mehr als 28.000 Tonnen Kohlen¬dioxid pro Jahr vermieden werden. Das Biomasse-Heizkraftwerk soll pro Jahr rund 51.000 Tonnen naturbelassenes Frischholz aus Waldhackgut oder Landschaftspflege einsetzen, das primär aus der Region stammt. Ende September 2011 wurden bereits die ersten Hackschnitzel angeliefert.

So funktioniert der Prozeß im Biomasse-Heizkraftwerk:

  • Der Brennstoff wird mittels LKW am Gelände angeliefert und einer Wareneingangskontrolle und -beprobung unterzogen. Anschließend wird das Holz in einer von sechs Boxen im Brennstofflager eingelagert und zum Vorlagebehälter des Biomassekessels transportiert.
  • Durch die Verbrennung der Holzhackschnitzel wird das im Kessel zirkulierende Wasser verdampft. Der Dampf erreicht dabei eine Temperatur von rund 480°C und einen Druck von 70 bar. Pro Stunde erzeugt die Anlage 25 Tonnen Dampf.
  • Der Dampf wird in einer Heizturbine entspannt, die wiederum einen Generator antreibt, der elektrische Energie erzeugt. Der erzeugte Strom wird umgespannt und in das Netz der N-ERGIE eingespeist. Die Abwärme aus dem Abdampf gelangt in das Nürnberger Fernwärmenetz.

Durch den Einsatz von Holzhackschnitzeln werden zukünftig jährlich etwa 82 Mio. Kilowattstunden (kWh) der bisher mit Erdgas erzeugten Wärme ersetzt. Zudem erzeugt das Kraftwerk rund 35 Mio. Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr. Damit können rund 10.000 Dreipersonenhaushalte versorgt werden.

Weitere Informationen finden Sie im pdf-Dokument der N-ERGIE zum Biomasse-Heizkraftwerk Sandreuth.

 

% S Kommentare
  1. silver account sagt

    Mit einer Fernwärmeleistung von 14.000 Kilowatt (KW) wird das Biomasse-Heizkraftwerk jährlich rund 82 Mio. Kilowattstunden (kWh) Öko-Fernwärme erzeugen, die dem Jahresverbrauch von annähernd 7.000 Dreipersonenhaushalten in Mehrfamilienhäusern entspricht. Künftig werden sieben Prozent der Nürnberger Fernwärme aus erneuerbaren Energien gewonnen. Durch die Integration des Biomasse-Heizkraftwerks in die Fernwärmeversorgung mit lokaler Stromerzeugung über Kraft-Wärme-Kopplung werden jährlich zusätzlich 28.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

  2. dieta sagt

    Durch den Einsatz von Holzhackschnitzeln werden zukünftig etwa 82. Mio. Kilowattstunden (kWh) der bisher mit Erdgas erzeugten Wärme ersetzt. Mit dem erzeugten Ökostrom in Höhe von rund 35 Mio. kWh können etwa 10.000 Haushalte versorgt werden.

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