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Studie: Markpotenziale von Lithium-Ionen-Batterien

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Die Potenziale der Lithium-Ionen-Technologie sind bislang kaum erschlossen. Und dies, obwohl beispielsweise die Entwicklung hin zur Elektromobilität ohne die moderne Speicher-Technologie kaum denkbar wäre. Doch neben dem Speicher-Einsatz in Elektroautos und Hybridfahrzeugen entsteht gerade mit dem Bedarf an Stromspeichern ein Zukunftsmarkt für diese noch junge Technologie. Junge Technologie bedeutet auch erhebliches Kostensenkungspotenzial – eine neue Studie geht von neun bis zehn Prozent jährlich aus.

Cleantech, Energiespeicher News / Frankfurt, Berlin. Die gemeinsame Studie von VDMA und Roland Berger Strategy Consultants hat die Marktpotenziale der Lithium-Ion-Technologie untersucht. Zentrale Erkenntnis: Standardisierung und Modularisierung eröffnen den Experten zufolge signifikantes Marktpotenzial für Lithium-Ion-Batterien über Automotive und Unterhaltungselektronik hinaus.

Standards für modulare Lithium-Ionen-Batterien

Um die Potenziale der Technologie zu erschließen, sind möglichst breit angelegte Industrie-Standards für modulare Lithium-Ionen-Batterien dringend erforderlich.
„Bevor neue Technologien industriell nutzbar werden, sind in aller Regel hohe Entwicklungskosten und kostspielige Anfangsinvestitionen erforderlich“, erläutert Dr. Thomas Schlick, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. „Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, dass möglichst rasch eine kritische Masse von Anwendern dieser Technologie erreicht wird.“ Das stelle gerade kleinere Branchen und mittelständische Betriebe vor Probleme, denn hier wird eine kritische Masse erfahrungsgemäß nur sehr langsam erreicht.

„Damit werden Investitionen einzelner Unternehmen deutlich riskanter“, sagt Schlick. „Nur wenn sich möglichst viele andere Hersteller anschließen, können sich Entwicklungskosten und Anfangsinvestitionen rechnen.“

Dass Standardisierung und Modularisierung es ermöglichen, branchenübergreifend Volumina zu bündeln, bestätigt auch Roland Berger-Partner Schlick: „Eine auf diese Weise gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien eröffnet nicht zuletzt auch neue Geschäftsmodelle – etwa für Energiedienstleister.“ „Insbesondere im Maschinenbau ergeben sich interessante Potenziale für mobile Maschinen und die Automatisierungstechnik bei Batteriehandling-Systemen in verschiedenen Anwendungen“, ergänzt Bernhard Hagemann.

VDMA rät zu gemeinsamer Initative

Dies gelte auch für die Lithium-Ionen-Technologie, denn obwohl diese den herkömmlichen Stromspeicher-Technologien deutlich überlegen seien, rechne sich der Einsatz oft nicht. Deshalb rät der VDMA zu einer gemeinsamen, vom Verband koordinierten Initiative.

„Im Segment der Lithium-Ionen-Technologie beobachten wir aktuell zwei Strategien zur Minimierung von Kosten und Risiken“, sagt Bernhard Hagemann, Leiter Forum E-MOTIVE beim VDMA: „Auf der einen Seite sehen wir Unternehmen, die Branchen-interne Allianzen suchen. Auf der anderen Seite bemühen sich etliche Firmen um die Schaffung allgemeiner, Branchenübergreifender Standards – allerdings mit ungewissem Ausgang.“

Hier seien die Verbände gefragt, denn sie könnten gerade in mittelständisch geprägten Industrien die gemeinschaftliche, vorwettbewerbliche Forschung und Entwicklung koordinieren und damit diese neuen Technologien auch für Nischenmärkte erschließen. „Dies ist eine Herausforderung, der wir uns im VDMA stellen.“

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