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Studie: Netzwerkfähige Geräte verschwenden 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr

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Hinweis: Ich, Martin Jendrischik, bin für die im untenstehenden Text erwähnte alphaEOS AG als PR-Berater tätig. Mehr dazu in meinem Autorenprofil.

Weshalb Energieeffizienz im Kontext des Smart Home so wichtig ist, zeigt jetzt eine Studie der Internationalen Energie-Agentur. Diese besagt, dass die 14 Milliarden internetfähigen Geräte wie etwa Modems, Drucker, Spielekonsolen oder andere, insgesamt rund 80 Milliarden US-Dollar brauchen, um betrieben zu werden. 2013 brauchten diese internetfähigen Geräte 616 Terawattstunden Strom. 400 dieser 616 Terawattstunden können auf ineffiziente Standby-Technologie zurückgeführt werden. Das entspricht in etwa dem Strombedarf von Großbritannien und Norwegen.

Smart Home und Internet der Dinge als Stromfresser der Zukunft?USA, 3. Juli 2014. Insbesondere ineffiziente „Netzwerk-Standby-Technologie“ soll dafür verantwortlich sein. Diese erlaubt es den Geräten eine Verbindung zu halten, während es darauf wartet, seinen eigentlichen Nutzen auszuführen.

Klar ist: Mit dem Internet der Dinge, das noch viele weitere internetfähige Geräte hervorbringen wird, wird dieser weitgehend unnötige Energiehunger zunehmen. Im Jahr 2020 geht die Energieagentur von 120 Milliarden verschwendeter Elektrizität aus. Kühlschränke, Waschmaschinen und Thermostate werden ja gerade ebenfalls „Smart Grid“-ready.

Um diesem Problem zu begegnen, nützt es natürlich nichts, dem Konsumenten klar zu machen, wie viel Strom die Netzwerkanbindung frisst und dass das gelegentliche automatische Ausschalten womöglich weniger spart. Aber es sollte den Konsumenten und auch die Industrie dafür sensibilisieren, internetfähige Geräte zu entwickeln, die sich selbst mit „regenerativem“ Strom versorgen – ohne Batterien oder direkten Stromanschluss.

Beispiele hierfür bieten die EnOcean-Technologie, auf die beispielsweise das Smart Home System von alphaEOS baut, oder der gerade erst von uns vorgestellte drahtlose Lichtschalter Philips Hue Tap, der mit kinetischer Energie funktioniert. Gleichzeitig sollte aber auch dafür gesorgt werden, dass die Netzwerkanbindung solcher Geräte generell energiesparender und energieeffizienter wird. Sonst wird das intelligente Zuhause, das intelligente Büro oder die intelligente Stadt mit ihren abermillionen internetfähigen Geräten zum nachhaltigen Problem.

Die ganze Studie der IEA kann hier bezogen werden.

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