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Tesla: Musk verspricht Pick-Up-Truck direkt nach Model Y

Elektroauto-Veteran Elon Musk twittert offenherzig über die Pläne rund um den Tesla Pick-Up-Truck und das Tesla Model Y

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Tesla-CEO Elon Musk hat via Twitter die nächsten beiden Tesla-Elektroautos versprochen. In den kommenden Monaten wird der Crossover Tesla Model Y erwartet. Außerdem verspricht Musk, Tesla werde danach am Pick-Up-Truck arbeiten. Dessen technischen Eckdaten inklusive Spezial-Feature hat Musk schon fünf Jahre im Kopf.

Elektroauto News / 27.12.2017. Tesla-CEO Elon Musk hat eine breite Fangemeinde bei Twitter. Dementsprechend viel Aufsehen kann Musk erregen, wenn er dort mit seinen Followern diskutiert und offenherzig über die nächsten strategischen Schritte des Elektroauto-Pioniers berichtet. Derzeit nutzt Musk nahezu jede Gelegenheit, um zu twittern und neue Elektroautos oder neue Features anzukündigen.

Der Grund dürfte leicht nachvollziehbar zu sein: Der Tesla-CEO braucht 2018 trotz zahlreicher Vorbestellungen für den Tesla-LKW und der zu erwartenden Auslieferung des Tesla Model 3 in größerer Stückzahl, frisches Geld von Investoren. Die Twitter-PR dient Musk also dazu, die Brand Story von Tesla geschickt weiterzuerzählen und seinen potenziellen Investoren bzw. den Aktionären zu zeigen: Da kommt noch mehr in den kommenden Jahren von Tesla.

Tesla Pick-Up-Truck sorgt für PR-Wirbel

Produktionshölle vorbei? Warum DHL beim Tesla-Truck zuschlägtDa passt auch wunderbar hinein, dass die Vorbestellungen für den Tesla-Truck immer wieder öffentlich gemacht werden. PepsiCo, UPS oder DHL überbieten sich dabei mit Vertrauensvorschuss für den Tesla Semi.

Doch damit nicht genug PR-Wirbel: Jetzt hat der Unternehmer bekannt gegeben, einen elektrischen Pick-up-Truck zu bauen. Das ist keine große Überraschung, sorgt aber für den erhofften PR-Wirbel. Zunächst soll aber das Tesla Model Y, ein Crossover weitgehend basierend auf dem Tesla Model 3, vorgestellt werden. Dieser könnte dann 2019 oder 2020 verfügbar sein. Der Pick-Up-Truck womöglich auch schon 2020, zusammen mit dem neuen Tesla Roadster.

Mit dem Bau eines elektrischen Pick-Up-Trucks will Musk in einen weiteren Marktbereich vordringen, der erstaunlich gute Renditen verspricht. In den USA sind Pick-Up-Trucks nach wie vor der letzte Schrei – die Nachfrage und damit das Marktvolumen, das zum Beispiel Ford erzielt, wächst kontinuierlich.

Der Pick-Up-Truck (siehe Foto oben) solle etwas größer werden als Bestseller Ford F-150. Allerdings lebt das Pick-Up-Segment vor allem von Offroad-Antrieb und Zugkraft – zumindest die Zugkraft verbraucht viel Energie und ist damit nicht für Elektrofahrzeuge prädestiniert. Wie Elon Musk das Problem lösen will – es bleibt spannend.

Tesla Model 3: Wann kommt der Durchbruch?

Ausbau der Solarenergie steht auch noch auf Elon's Zettel
Auch der Ausbau des SolarCity-Angebots und der Tesla Powerwall steht im Fokus von Elon Musk für 2018

Während Musk über Weihnachten reichlich Twitter-Konversation führt, soll die Tesla Model 3-Produktion nach Weihnachten Gerüchten im Internet zufolge deutlich nach oben gebracht werden. Ob Musk bei der Bekanntgabe der nächsten Auslieferungszahlen seiner Elektrofahrzeuge in Kürze schon verkünden kann, wann das für Ende  diesen Jahres versprochene Produktionsziel von 5.000 Fahrzeugen pro Woche erreicht wird, ist aber unklar.

Klar scheint indes: Aus der Produktionshölle dürfte Tesla inzwischen dank vieler Maßnahmen einen Ausweg gefunden haben. Elon Musk ist ein Mensch, der sich bei Problemen  ganz tief reinarbeitet und damit Lösungen auf die Spur kommt, die auf den ersten Blick eher unkonventionell erscheinen.

Wenn man sich ein wenig mit der Tesla-Historie oder auch der Historie des zweiten Muskschen Unternehmens SpaceX vertraut macht, wird schnell klar. Die jetzige Krise ist eine Lappalie im Vergleich zu dem, was Tesla und SpaceX in der Vergangenheit durchmachen mussten. Insofern sind die neuerlichen Abgesänge einzelner Medien, Tesla werde 2018 nicht überstehen, vollkommen übertrieben. Spannend wird es trotzdem, wie die eine  oder andere Herausforderung gelöst wird.

Lesen Sie auch bei Spiegel Online: Weltreise im E-Auto – Großes Ladenteuer

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