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Tesla Task Force nimmt ihre Arbeit in der Potsdamer Staatskanzlei auf

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Am Freitag hat die Tesla Task Force, die die Ansiedlung des Autobauers mit seiner Gigafactory Berlin in Brandenburg unterstützen soll, ihre Arbeit aufgenommen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte, er sei sehr erfreut, dass es gelungen sei, diese Tesla Task Force so kurzfristig einzurichten. Die Gruppe, angesiedelt in der Potsdamer Staatskanzlei, soll Planung, Bau und Inbetriebnahme der in Grünheide geplanten Gigafactory Berlin in Brandenburg vorantreiben. „Es ist klarer gemeinsamer Wille, dass das Projekt nicht nur gelingt, sondern schnell an den Start gehen kann“, so Woidke.

Derweil haben sich einige Fakten rund um die Tesla Gigafactory 4 konkretisiert. Tesla möchte, wenn möglich, im ersten Halbjahr 2020 mit dem Bau beginnen. Derzeit werden die Antragsunterlagen vorbereitet. Darauf basierend soll ein Zeitplan abgestimmt werden. Ab 2021 will der Autobauer das Model Y in Grünheide vom Band laufen lassen.

Neben Vertretern von Tesla und Ministerpräsident Woidke nahmen an der Sitzung der Tesla Task Force auch Ministerin Kathrin Schneider, sie ist Chefin der Staatskanzlei, Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, Finanzministerin Katrin Lange, Umweltminister Axel Vogel und Infrastrukturminister Guido Beermann teil, Neben den Kabinettsmitgliedern sind Landrat von Oder-Spree, Rolf Lindemann, und der Bürgermeister von Grünheide, Arne Christiani, Teil des Tesla Task Force.

Dieses Video zeigt die Dimensionen der Gigafactory 4:

Die Tesla Task Force soll ein konzertiertes und abgestimmtes Vorgehen bei allen ausstehenden Fragen sichern und gegebenenfalls steuern eingreifen. Allerdings ist verwunderlich, dass kein Vertreter des NABU Brandenburg im Gremium vertreten ist, weil der Kiefernwuchs abgeholzt werden muss – und herausgefunden werden muss, welche Tiere dort leben und welche anderen Natur- und Artenschutz-Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Blick in den Wald bei Grünheide (Quelle: https://twitter.com/gigafactory_4)

Unterhalb der Tesla Task Force gibt es mehrere Arbeitsgruppen zu Genehmigungen, Infrastruktur, Förderung und Fachkräften. Dazu wird ein enger Austausch mit kommunalen und regionalen Behörden und Einrichtungen geplant. Der Bebauungsplan, der ursprünglich für die BMW-Ansiedlung 2001 erstellt wurde, ist rechtsgültig. Es muss aber geprüft werden, inwieweit er gegebenenfalls angepasst werden muss.

Für das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren mit konzentrierender Wirkung für die Gigafactory 4 muss Tesla prüffähige Unterlagen für alle relevanten Bereiche beim zuständigen Landesamt für Umwelt vorlegen. Die Behörden auf kommunaler, regionaler und Landesebene sichern eine umfassende Unterstützung und zügige Bearbeitung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu.

Infrastruktur: Details aus Grünheide

Grünheide liegt mit dem Güterverteilzentrum Freienbrink (GVZ) nahe der Bundesautobahn (BAB) 10 (östlicher Berliner Ring) und der BAB 12 (Berlin – Frankfurt (Oder) – Polen). Das GVZ ist direkt an den Güterverkehr der Bahn angebunden. Mit dem Bahnhof Fangschleuse besteht eine Anbindung an den Regionalverkehr, mit dem Bahnhof Erkner eine Anbindung an die Berliner S-Bahn. Der Flughafen Schönefeld, künftig BER mit vorgesehener Eröffnung im Oktober 2020, liegt nur etwa 35 Kilometer entfernt.

Die Investition wird voraussichtlich im einstelligen Milliardenbereich liegen. Für Tesla stehen dabei, wie für jedes andere Unternehmen, Fördermöglichkeiten bereit. Eine mögliche Förderung nach Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) müsste ab 100 Mio. Euro angerechnetem Investitionsvolumen von der Europäischen Kommission notifiziert werden. Über die ESF-Förderung zur Fachkräftequalifizierung wäre eine Unterstützung bis zu 50 Prozent möglich.

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